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Meinung Macht auf Zeit
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21:21 12.10.2010

Bei der Wahl der nichtständigen Mitglieder für den UN-Sicherheitsrat sind ihre Stimmen, zusammengenommen, ein Machtfaktor.

Das eine oder andere Versprechen, die Aussicht auf Unterstützung durch Europas stärkste Wirtschaftsmacht mag geholfen haben, Stimmen für den Bewerber zu sichern. Zudem haben die Deutschen stets ohne übertriebene Zurückhaltung betont, dass sie drittgrößter Einzahler in den UN-Topf sind und damit fast natürlicher Anwärter auf einen Platz im inneren Zirkel der Weltpolitik. Am Schluss aber zählt nicht das Geld allein, weder beim Stimmenfang noch bei der Qualifikation.

Deutschland hat seit der Wiedervereinigung viel neues Vertrauen erwirtschaftet in der Welt. Vertrauen, dass es seine Stellung als wohl einflussreichster Staat in Europa nicht missbraucht. Vertrauen auch, dass Berlin, ob unter Rot-Grün oder Schwarz-Gelb, eine zuverlässige Größe ist, wenn es um die Beilegung internationaler Konflikte geht. Auch damit lässt sich erklären, dass die Deutschen nach ungewöhnlich kurzer Zeit schon wieder im wichtigsten Gremium der Weltpolitik einen Platz haben.

Berlin sollte seine Macht auf Zeit dazu nutzen, die UN-Reform voranzubringen. Noch denken vor allem Frankreich und Großbritannien nicht daran, auf ihren Status als Veto-Nation zu verzichten. Aber die Zukunft gehört nicht den Nationen, sondern den Regionen. Nicht Berlin, São Paulo oder Pretoria haben Anspruch auf einen dauerhaften Sitz, sondern Europa, Lateinamerika und Afrika.

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