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Meinung Mainz bleibt meins
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23:16 23.12.2010
Von Matthias Koch
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Ganz anders sieht es für Beck in seiner Heimat aus. In Rheinland-Pfalz kann ihm nach wie vor niemand das Wasser reichen – obwohl Beck dort schon seit 16 Jahren regiert, als Deutschlands dienstältester Regierungschef. Das sind Laufzeiten, wie sie sonst nur Helmut Kohl hingelegt hat.

Beck hatte, wie Kohl, schwache Gegenkandidaten. Für Beck war insbesondere der frühere CDU-Landesvorsitzende Christoph Böhr ein Garant für die Fortsetzung der eigenen Herrschaft. Böhr hatte nicht nur das Problem, allzu blass und spröde zu wirken. Er hat offenbar auch, obwohl juristisch ausgebildet, Vorschriften zur Parteienfinanzierung missachtet.

Für die CDU tritt jetzt die junge Kandidatin Julia Klöckner an, die keck eine „Politik ohne Bart“ fordert. In Mainz zeigt Klöckner, dass sie auf Menschen zugehen kann, in Berlin genießt sie als Parlamentarische Staatssekretärin die Gunst der Kanzlerin. Doch der Schatten des unseligen CDU-Manns Böhr fällt nun auch noch auf diesen mühsamen Neubeginn.

Die vom Bundestagspräsidenten festgesetzte Strafzahlung ist für die Landes-CDU nicht nur finanziell, sondern auch politisch ein harter Schlag. Das hässliche Wort von den schwarzen Kassen macht wieder die Runde. Und der Untersuchungsausschuss im Landtag wird dazu beitragen, die Verbindung zwischen der CDU und der Affäre im öffentlichen Bewusstsein zu halten. So kann Beck sich Hoffnungen machen, auch nach der Wahl am 27. März sagen zu können: Mainz bleibt meins.

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