Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Verlotterte Sitten
Nachrichten Meinung Verlotterte Sitten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 05.07.2010

Wenn ein halbes Dutzend Minister öffentliche und private Interessen durcheinanderbringen, wenn politische Würdenträger auf Kosten des Steuerzahlers ausgerechnet in Krisenzeiten im Luxus schwelgen, ist das eben kein Kavaliersdelikt mehr. Da verlottern die politischen Sitten.

Sarkozy scheint sich der Gefahr inzwischen immerhin bewusst zu sein. Der Staatschef, der die Sünder ursprünglich erst bei einer Kabinettsumbildung im Oktober entlassen wollte, hat erste Konsequenzen gezogen. Zwei besonders dreiste Staatssekretäre haben ihren Hut genommen. Um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen, ist das allerdings zu wenig. Die Umfragen sprechen eine deutliche Sprache. Der Präsident ist mit 26 Prozent Zustimmung so unbeliebt wie nie. Und fast zwei Drittel der Franzosen halten ihre Spitzenpolitiker für „eher korrupt“. Zu befürchten steht damit, dass nicht nur Sarkozy, sondern das ganze Land für die gebrochenen Wahlversprechen büßen muss.

Was passieren kann, wenn der kleine Mann „die da oben“ für verkommen hält, haben die Präsidentschaftswahlen 2002 klar vor Augen geführt. Der die Politikverdrossenheit der Franzosen populistisch ausschlachtende Rechtsradikale Jean-Marie Le Pen eroberte damals in der ersten Wahlrunde Platz zwei und zog triumphierend in die Stichwahl ein.

Axel Veiel

Meinung Dirk Schmaler zu den Rauchverboten - Mulmiges Gefühl

Eigentlich ist die Sache mit dem Rauchverbot eindeutig: Rauchen schadet der Gesundheit, Passivrauchen auch. Ein Rauchverbot in Kneipen ist deshalb eine wirksame Möglichkeit, dieses Risiko zu verkleinern – je strikter, desto gesünder.

Dirk Schmaler 05.07.2010
Meinung Gabriele Lesser zur Wahl in Warschau - Ein neues Polen

Es sind gute Nachrichten, die jetzt aus Polen kommen, vielleicht die besten seit Jahrzehnten. Endlich hat bei dem lange zwischen Hoffen und Bangen hin- und hergerissenen Nachbarvolk der Deutschen der Mut über die Angst gesiegt.

05.07.2010
Meinung Heiko Rehberg zur Nationalmannschaft - Zum Verlieben

Deutschland ist wieder frisch verliebt. Diesmal nicht in einen Eisbären namens Knut oder in eine Sängerin wie Lena. Deutschland ist verliebt in seine Nationalmannschaft, und das Schöne daran ist: Es handelt sich längst nicht nur um die zig Millionen Fußballfans im Land, die von 23 meist jungen Männern und ihrem Trainer begeistert sind.

Heiko Rehberg 04.07.2010