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Meinung Wachsendes Risiko
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22:54 20.06.2010

Seit die Schutztruppe Isaf auf Betreiben der US-Regierung den Kampf gegen die Taliban am Hindukusch intensiviert hat, steigt das Risiko für die Soldaten der Allianz. Das bekommen auch die Deutschen im Norden des Landes zu spüren. Sie werden wesentlich öfter als bisher angegriffen – und sehen sich einem Feind gegenüber, der zwar militärisch unterlegen ist, aber fast jede Chance nutzt, aus dem Hinterhalt anzugreifen. So auch an diesem Wochenende, als erneut fünf deutsche Soldaten verletzt wurden.

Die Lagebeurteilung Ban Ki-moons verheißt auf den ersten Blick nichts Gutes. Es könnte alles noch viel schlimmer werden, ist eine Botschaft des UN-Generalsekretärs. Eine weitere klingt dagegen hoffnungsvoll: Das Vorhaben der Regierung Karsai, auf die aufständischen Taliban zuzugehen, sei ein „ermutigendes Zeichen“. Wenn die Taliban auf dieses Zeichen reagieren sollen, muss man ihnen dazu allerdings auch eine Chance geben. Dabei kommt es vor allem auf die internationale Gemeinschaft an. Sie muss endlich ein Verfahren organisieren, das ernsthafte Gespräche über das Ende des Krieges in Afghanistan ermöglicht. Solange dies unterbleibt, wird das Blutvergießen am Hindukusch weitergehen.

Immerhin, die Isaf hat aus ihren Fehlern gelernt, und sich die mahnenden Worte ihres Kommandeurs McChrystal zu Herzen genommen. Die Zahl der von Nato-Soldaten getöteten Zivilisten ist in den vergangenen zwölf Wochen um 44 Prozent gesunken. Dieser Trend darf sich nicht wieder ins Gegenteil verkehren. Die Nato geführte Isaf muss die Herzen und Köpfe der Afghanen gewinnen, denn die Taliban können ihren Einflussbereich nur ausweiten, wo sie Rückhalt in der Bevölkerung haben. Vor allem aber sollte die Isaf die Afghanen in die Pflicht nehmen, selbst für mehr Sicherheit im Lande zu sorgen. Wenn das nicht bald gelingt, wird für die gesamte Afghanistan-Mission ein Ende mit Schrecken immer wahrscheinlicher.

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