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Nachrichtenticker Schüsse bei Muttertags-Umzug in New Orleans: 19 Verletzte
Nachrichten Panorama Nachrichtenticker Schüsse bei Muttertags-Umzug in New Orleans: 19 Verletzte
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15:40 13.05.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Ein Polizist auf Patrouille in New Orleans.
Ein Polizist auf Patrouille in New Orleans. Quelle: Matt Campbell/Illustration
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Washington

"Wir werden dabei sehr, sehr aggressiv vorgehen", fügte Bürgermeister Mitch Landrieu hinzu. Die Hintergründe der Tat lagen allerdings auch am Montag weiterhin im Dunklen.

Drei der 19 Opfer wurden nach Krankenhausangaben schwer verletzt und mussten notoperiert werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Unter den Verletzten seien auch zwei Kinder, sagte Polizeisprecher Garry Flot der Nachrichtenagentur dpa. Der Junge und das Mädchen, beide zehn Jahre alt, hätten aber nur Streifschüsse abbekommen.

"Meine Mutter und ich gingen zu der Parade", zitierte die Zeitung "Times Picayune" eine Augenzeugin. "Ich wollte gar nicht hingehen, weil es bei solchen Paraden immer wieder Schüsse gibt." Dann habe sie die Schüsse gehört und sei davon gerannt. "Ein angeschossener Mann fiel in meinen Schoß."

Die Polizei veröffentlichte Videos, die einen jungen Mann zeigen sollen, der beteiligt gewesen sein könnte. Die Schützen hätten offensichtlich gemeinsame Sache gemacht, sagte Polizeichef Serpas weiter. Die Schüsse stammten demnach aus mindestens zwei Waffen. Der Überfall habe nur wenige Sekunden gedauert.

Rund 400 Menschen hatten sich am Muttertag feiernd und tanzend an den Straßenrändern eines ärmlichen Wohnviertels eingefunden, um den für New Orleans typischen "Second Line"-Zug von Bläsergruppen zu begleiten. Gegen 14 Uhr Ortszeit wurde die fröhliche Jazz-Parade durch mehrere Schüsse jäh unterbrochen. Unter den Teilnehmern brach Panik aus. Laut Medienberichten gab es bereits in der Vergangenheit Überfälle auf ähnliche Umzüge.

Landrieu rief die Bevölkerung um Mithilfe auf. "Es waren Hunderte Menschen dort, jemand weiß, wer das getan hat." Der Vorfall ereignete sich in einem Wohnviertel, das 2005 stark durch den Hurrikan Katrina verwüstet worden war. Einwohner beklagten laut Medienberichten die hohe Kriminalität in New Orleans. In der Stadt herrscht seit Jahren einer der höchsten Mordraten in den USA. "Das ist eine Schande und das muss aufhören", sagte Landrieu der "Times Picayune".

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 13.05.2013
Deutsche Presse-Agentur dpa 13.05.2013
Deutsche Presse-Agentur dpa 13.05.2013