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Der Dioxin-Skandal Kanzlerin schaltet sich in Dioxin-Skandal ein
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08:05 17.01.2011
Ilse Aigner warf dem Land Niedersachsen Versäumnisse vor und forderte Ministerpräsident McAllister (CDU) auf, personelle Konsequenzen zu ziehen. Quelle: dpa
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Die Forderung von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU), Niedersachsen müsse im Dioxin-Skandal personelle Konsequenzen ziehen, ist verpufft. Nach Informationen der „Bild“- Zeitung hat sich nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer eingeschaltet.

Wie das Blatt (Montagausgabe) berichtet, sprach Merkel mit McAllister und Aigner, um für Ruhe zu sorgen. Aigner habe inzwischen ihre Forderung nach personellen Konsequenzen in Niedersachsen (wegen der neuerlichen Ausweitung des Dioxin-Skandals) zurückgenommen.

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McAllister habe außerdem mit Seehofer telefoniert und sich über Aigners Verhalten beschwert, berichtet die Zeitung weiter. Zudem beschwerte sich auch der niedersächsische FDP-Landeschef und Gesundheitsminister Philipp Rösler bei der Kanzlerin.

Gemeinsames Vorgehen

Am Wochenende hatte Aigner von McAllister ultimativ personelle Konsequenzen gefordert, weil sie nicht rechtzeitig über einen neuen Dioxin-Fall informiert worden sei. Nachdem ein Lieferbetrieb nach Angaben von niedersächsischen Behörden erst auf Druck vollständige Kundenlisten weitergegeben hatte, mussten hunderte Höfe vor allem in Niedersachsen neu gesperrt werden.

Aigner sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag), sie sehe für die Sonderkonferenz der Agrarminister am Dienstag ein hohes Maß an Übereinstimmung. Notwendig sei ein gemeinsames Vorgehen für mehr Sicherheit in der Futtermittelkette.

Zur schnellen Untersuchung der knapp 1000 gesperrten Höfe in Deutschland bot die Ministerin den Ländern erneut Bundeshilfe an: Für die noch ausstehenden Dioxin-Tests könnten die Länder auch die Analyse-Kapazitäten der Bundeseinrichtungen in Kulmbach und Berlin in Anspruch nehmen, sagte Aigner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Unterdessen werden in Deutschland die Bio-Eier knapp. „Wir kommen nicht mehr nach mit der Produktion“, sagte Walter Höhne, Chef der bayerischen Erzeugergemeinschaft Die Biohennen der „Berliner Morgenpost“ (Montag). Das Unternehmen liefert pro Woche rund 350 000 Eier an Bio-Supermärkte in ganz Deutschland. „Seit zwei Wochen könnte ich pro Woche 700 000 verkaufen, wenn ich sie denn hätte“, sagte Höhne. „Schließlich können die Hennen ja auch nicht mehr als Eier legen.“

Auch andere Bio-Großhändler berichteten von rund 30 Prozent Steigerung des Umsatzes mit Eiern und bis zu 20 Prozent Zuwachs beim Hähnchen und Schweinefleisch.

dpa

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