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Lena - Unser Grand-Prix-Star Auf Lenas Spuren in Hannover
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22:19 21.05.2010
Auch Katharina Grundmann hat den Pflegestift, der sich „Lipsmackers“ nennt, für sich entdeckt.
Auch Katharina Grundmann hat den Pflegestift, der sich „Lipsmackers“ nennt, für sich entdeckt. Quelle: Martin Steiner
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Klebrige Lippen: Marketingexperten würden wohl von einer gelungenen Produktplatzierung sprechen. Doch das hatte Lena Meyer-Landrut sicher nicht im Sinn, als sie während der Proben für „Unser Star für Oslo“ in einem PRO7-Interview fröhlich über ihre Lippenpflege plauderte – und auch gleich zwei Lippenstifte, den einen mit Cola- und den anderen mit Fanta-Geschmack, aus ihrer Tasche hervorzauberte. „Wenn man beide mischt, hat man Mezzo-Mix-Geschmack auf den Lippen“, sagte sie. „Und da stehe ich total drauf.“ Auch Katharina Grundmann (Bild) hat den Pflegestift, der sich „Lipsmackers“ nennt, für sich entdeckt. „Den Cola-Lippenstift hatte ich schon vorher“, sagt die Schülerin. „Lena hat mich aber darauf gebracht, Fanta und Cola zu mischen.“

Abseitige Klänge: Künstler wie Paolo Nutini, Adele und Kate Nash gehörten bisher nicht unbedingt zu den Verkaufsschlagern von Ralf Ebeling, der das Plattengeschäft „25 Music“ am Weißekreuzplatz betreibt. Doch seit Lena Meyer-Landrut bei Stefan Raabs Castingshow „Unser Star für Oslo“ ihr Faible für britische Singer/Songwriter vor einem Millionenpublikum offenbarte, gehen die CDs nun deutlich häufiger über die Ladentheke. „Das hat uns total überrascht“, sagt Ebeling. Bereits Lenas erster Titel „My Same“ von Adele habe bei seinen Kunden ein großes Interesse geweckt. „Die Scheibe haben wir vor ihrem Auftritt etwa einmal monatlich verkauft“, sagt Ebeling. „Jetzt sind es mehrere CDs pro Woche.“ So stieß die Show bei Ebeling und seinen Kollegen auch auf ein kaufmännisches Interesse. „Wir haben bei den Shows immer gebannt auf Lenas Song gewartet“, verrät Ebeling. „Denn dann wussten wir genau, welches Album in der darauffolgenden Woche gut gehen würde.“

Kecke Kleider: Aufwendige Bühnengarderobe hat Lena Meyer-Landrut bei ihren Auftritten in „Unser Star für Oslo“ nicht getragen. Ihre Kleidung sah mehr nach der eines Teenagers aus, der unbefangen in seinem Schrank herumwühlt und einfach etwas herausgreift und anzieht. Mit dem Unterschied, dass die Kleiderwahl ihrer meisten Altersgenossen nicht von Millionen Zuschauern begutachtet wird. Auch Lena schien das nicht bewusst gewesen zu sein, als sie in knappen, schwarzen Kleidern durch das Scheinwerferlicht tänzelte und zu „New Shoes“ von Paolo Nutini in rosafarbenen Turnschuhen über die Bühne gleitete. Als die hannoversche Designerin Rike Winterberg dann eigens für Lena ein beigefarbenes Kleid aus Schurwolle schneiderte, war der 18-Jährigen gar ein wenig mulmig zumute. „Sie fand es komisch, dass jemand so viel Zeit für sie investiert“, sagt Winterberg. Nun steht ein Modell dieses Kleides in ihrer Boutique. Auf dem Etikett prangt die Aufschrift: „Lena Kleid“.

Süße Kracher: Man mag es nach all der medialen Aufmerksamkeit kaum glauben: Von Lena Meyer-Landrut hat Kioskbesitzer Hasan Kozal noch nie etwas gehört. Auch der Jugendliche, der an Kozals Kiosktheke lehnt, kennt den Namen nicht. „Nee, noch nie gehört“, sagt er und bestellt eine Tüte Colakracher. „Zehn Stück, bitte.“ Die zwei jungen Mädchen hingegen, die hinter ihm stehen, kichern aufgeregt, als der Name der 18-Jährigen fällt. „Natürlich kennen wir die“, sagt die eine. „Das ist doch die Hannoveranerin, die nach Oslo fährt.“ Doch dass die Colakracher, die der junge Mann vor ihnen bei Kozal bestellt hat, die Lieblingssüßigkeit von Lena sind, wussten auch sie nicht. Auch wenn der Inhaber des Kiosks an der Limmerstraße nicht weiß, dass Lena die deutsche Hoffnung für den Eurovision Songcontest ist, die Liebhaber von Colakrachern kennt er ganz genau: „Die sind meistens nicht älter als 50 Jahre. Danach müssen viele auf ihre Zähne aufpassen.“

Stefanie Kaune

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