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Panorama 30 Bootsflüchtlinge ertrinken vor Weihnachtsinsel
Nachrichten Panorama 30 Bootsflüchtlinge ertrinken vor Weihnachtsinsel
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08:32 15.12.2010
Australische Retter suchen nach Überlebenden des Unglücks vor der Weihnachtsinsel. Quelle: dpa
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Beim Untergang eines mit Dutzenden Flüchtlingen besetzten Bootes vor der Küste einer australischen Insel im Indischen Ozean hat es am Mittwoch „eine große Zahl“ an Toten gegeben, wie die Regierung des Staates Westaustralien mitteilte. Ministerpräsident Colin Barnett erklärte, die Rettungsbemühungen liefen noch, die Bedingungen vor der Weihnachtsinsel, wo sich die Tragödie ereignete, seien aber sehr schwierig.

Augenzeugen berichteten, das Boot sei an Felsen vor der Weihnachtsinsel, die zwar zu Australien gehört, aber näher an Indonesien liegt, zerschellt. Überall seien Trümmer und dazwischen offenbar tote Menschen zu sehen, darunter auch Kinder.

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Die Zeitung „The West Australian“ zeigte auf ihrer Website Bilder, wie ein hölzernes, etwa neun Meter langes Boot auf Felsen kracht und zerbricht. Ein Anwohner, der in der Nähe der Klippen lebt, Simon Prince, berichtete, er sei von lauten Stimmen wach geworden. Zuerst habe er gedacht, dass gejubelt werde, dann sei er vor sein Haus gegangen und habe Menschen auf dem Boot gesehen, die um Hilfe schrien, sagte er der Nachrichtenagentur AP. „Der Motor war ausgefallen.“

Prince rief die Polizei und bald waren Dutzende Menschen auf den Klippen, die überlegten, wie sie bei dem Sturm und den großen Wellen helfen konnten. Auf dem Boot seien etwa 50 Menschen gewesen. Es habe eine Stunde gedauert, bis das Boot schließlich auf den Felsen gekracht sei, sagte Prince. Dann seien alle an Bord zur Landseite gerannt, was das schlimmste gewesen sei, was hätte passieren können. „Ich glaube nicht, dass sie schwimmen konnten.“ Es seien nur zwei Rettungsboote an Bord gewesen, sagte Prince. Andere Anwohner berichteten, sie hätten mitangesehen, wie Menschen ertrunken seien.

Auf der Weihnachtsinsel gibt es ein Aufnahmelager für Asylsuchende, das offenbar Ziel der Menschen war. Die australische Marine konnte offenbar einige Menschen aus dem Wasser retten, wie viele war aber nicht klar.

dpa/dapd