Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama 36-Jähriger erschießt Mann in Hamburg und tötet sich selbst
Nachrichten Panorama 36-Jähriger erschießt Mann in Hamburg und tötet sich selbst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 06.04.2011
Bei einer Schießerei in Hamburg hat es mehrere Tote gegeben. Quelle: dpa
Anzeige

Zwei Leichen liegen auf einem schmalen Gehweg vor einem Backsteinhaus im Hamburger Stadtteil Hamm. Direkt neben dem Gebäude ist ein Spielplatz, schräg dahinter eine Kirche, gegenüber ein kleiner Park. Hier, vor dem Mehrfamilienhaus im Osten der Hansestadt, hat ein Anwohner am Mittwochnachmittag plötzlich mehrere Schüsse abgefeuert - zunächst auf seine Lebensgefährtin und deren Begleiter, dann auf einen Mann, der den beiden helfen wollte. Als die Polizei am Tatort eintrifft, tötet sich der Schütze selbst mit einem Kopfschuss.

Die Ermittler gehen von einem Beziehungsdrama aus. Mit einer schrecklichen Bilanz: Der 36 Jahre alte Täter und der Begleiter sind tot, die 34-jährige Frau und der Helfer (28) liegen mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Krankenhaus. Die Ärzte müssen sie notoperieren, beide sind auf der Intensivstation.

Anzeige

Der 36-Jährige - er soll Sportschütze gewesen sein - hatte gemeinsam mit der Frau in dem Backsteinhaus Nummer fünf gelebt. Bevor die Schüsse gegen 16.20 Uhr fielen, habe sich das Paar vor der Haustür gestritten, berichtet Polizeisprecher Mirko Streiber. „Es gibt Hinweise darauf, dass sie ausziehen wollte.“ Auf dem Gehweg, neben den Leichen, stehen mehrere braune Umzugskartons.

Der Helfer, der von einem Schuss getroffen wurde, soll sich nach ersten Erkenntnissen noch vom Tatort weggeschleppt haben, bis zu einer nahe gelegenen U-Bahn-Station. Im U-Bahn-Verkehr kommt es daher
zu Behinderungen - eine Teilstrecke wird zunächst gesperrt, später halten die Bahnen an der betroffenen Station nicht.

Am Tatort sind die Körper der beiden toten Männer unter hellen Decken verborgen. Beamte in weißen Schutzanzügen sichern rundherum Spuren. Die Straße vor dem Backsteinhaus ist weiträumig abgesperrt, hinter den rot-weißen Absperrbändern sammeln sich zahlreiche Schaulustige. Anwohner können zunächst nicht in ihre Wohnungen. Auch die Nebenstraßen sind voll mit Polizeifahrzeugen.

In welcher Beziehung die Lebensgefährtin zu ihrem Begleiter stand, kann Streiber zunächst nicht sagen. „Ob sie bekannt oder verwandt sind, ist unklar.“ Auch über den Helfer weiß der Sprecher nur, dass er aus einem Nebeneingang des Hauses kam und in dem Streit vermitteln wollte: „Er wollte schlichtend dort eingreifen.“ Der 36-Jährige habe mit einer Faustfeuerwaffe geschossen, berichtet Streiber. Wie viele Schüsse fielen, bleibt ebenfalls unklar.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.