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Panorama 500.000 Besucher beim "Tag des offenen Hofes"
Nachrichten Panorama 500.000 Besucher beim "Tag des offenen Hofes"
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22:44 13.06.2010
Respekt vor Kühen: André Menke und Tochter Emma in Mardorf. Quelle: Albroscheit
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Rund 500.000 Besucher haben am Sonntag einen Blick hinter die Kulissen beim Tag des offenen Hofes gewagt. 70 Höfe in ganz Niedersachsen informierten über moderne Landwirtschaft. Viele Besucher reisten extra aus der Stadt an. „Es ist spannend, einen Blick hinter die Kulissen zu liefern“, sagte Antje Rubart-Rosentreter aus Hannover. Sie besuchte mit ihrer Familie die Höfe der Familien Nülle und Niemeyer in Mardorf (Steinhuder Meer). „Wir präsentieren Landwirtschaft pur“, sagte Günther Nülle. Gemeinsam mit seiner Frau Kerstin bewirtschaftet er einen traditionellen Milchviehbetrieb mit 73 Kühen. „Wir sind ein mittelständischer Familienbetrieb in vierter Generation“, berichtete Kerstin Nülle. Sie und ihr Mann kommen ohne Angestellte aus und konzentrieren sich auf die Produktion von Milch.

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Einen anderen Weg wählen – nur wenige Meter weiter – Hartmut und Björn Niemeyer. Neben der Zucht von Kühen und Schweinen vermieten sie Ferienwohnungen und betreiben ein Hofcafé und einen Hofladen. So sichern sie sich zusätzliche Einnahmen. „60 Prozent meiner Arbeitszeit verbringe ich mittlerweile im Büro“, sagt Hartmut Niemeyer, „Dennoch ist es ein Traumjob, Landwirt zu sein. Man sieht dabei, was man schafft.“ Davon konnten sich viele Neugierige überzeugen, darunter viele Familien. So schätzte etwa Björn Niemeyer, dass mehrere Hundert Besucher seinen Hof besuchten.

Den Kindern hatten es dabei besonders die Kühe angetan: „In der Stadt haben wir keinen Kontakt zur Landwirtschaft“, erklärte Antje-Rubart-Rosentreter. Ihr zweijähriger Sohn Johann genoss den Nachmittag im Stall, fütterte die Kühe mit Stroh und erschrak dann über die langen Zungen der Wiederkäuer: „Die lecken ja.“ Neben Kühen, Pferden, Schweinen, Schafen und Kaninchen lockten aber auch die Landmaschinen viele Gäste an: Trecker, Mähdrescher und historische Geräte zogen die Blicke auf sich. Sogar Trecker fahren war in Mardorf erlaubt. „Das ist wirklich toll gemacht“, freute sich Lars Lütke aus Garbsen. „Eigentlich wollte ich gar nicht hierher, aber jetzt gefällt es mir gut“, sagte sein Sohn Luis.

So wie in Mardorf ging es auch im restlichen Niedersachsen zu. „Wir sind mehr als zufrieden. Egal, ob Ackerbau oder Biogasanlage, die Aktion ist wieder einmal gut angekommen“, bilanzierte Gabi von der Brelie, Sprecherin des niedersächsischen Landvolks.

alb