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Panorama 800.000 Menschen fliehen vor drohender Flutkatastrophe
Nachrichten Panorama 800.000 Menschen fliehen vor drohender Flutkatastrophe
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10:33 20.06.2010
Überschwemmungen in China. Quelle: dpa
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Zum Schutz vor einer Flutkatastrophe sind im Süden Chinas hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Nachdem tagelanger Regen die Pegel mehrerer Flüsse gefährlich habe ansteigen lassen, hätten mehr als 800.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, berichteten staatliche Medien am Sonntag. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen kamen in den vergangenen Tagen mehr als 130 Menschen ums Leben.

Bereits am Donnerstag hatte der Perlfluss in der Provinz Guangdong einen gefährlichen Wasserstand erreicht. Der weitverzweigte Strom ist Chinas zweitlängster Wasserweg. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder aus Guangdong von fast völlig überfluteten Häusern. In der benachbarten Provinz Fujian traten ebenfalls Flüsse über ihre Ufer. In der Provinz Jiangxi begannen Arbeiter nach Erdrutschen, riesige Steinbrocken von den Straßen zu räumen.

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Seit einer Woche waren im Süden Chinas heftige Regenfälle niedergegangen. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen kamen nach Berichten staatlicher Medien vom Sonntag mindestens 132 Menschen ums Leben. Demnach wurden noch 86 Menschen vermisst. Die Kosten der Katastrophe beliefen sich mittlerweile auf 14,5 Milliarden Yuan (1,7 Milliarden Euro), berichtete das Fernsehen. Rund 155.000 Häuser seien beschädigt worden, etwa die Hälfte davon komplett eingestürzt. Über 500.000 Hektar Ackerland sei zerstört worden - eine Fläche zwei Mal so groß wie das Saarland. Die Zugverbindungen in die Region waren unterbrochen.

Das genaue Ausmaß der Schäden angesichts der heftigen Regenfälle und ihrer Folgen blieb zunächst unklar. Aus den Gebieten an Flussufern und tiefer gelegenen Gebieten in der Nähe der Hochwasser führenden Flüsse wurden nach Angaben des Staatsfernsehens mehr als 800.000 Menschen in Sicherheit gebracht, zuvor hatte die Zeitung „China Daily“ unter Berufung auf Behörden die Zahl der Betroffenen mit mehr als 1,4 Millionen angegeben.

Der Nationale Wetterdienst warnte am Sonntag vor weiteren Regenstürmen in den kommenden Tagen. „Das Ausmaß und die Stärke des Regens haben zugenommen“, erklärte die Behörde. Bereits am Freitag hatte der Wetterdienst für die Unwetterregion die zweithöchste Alarmstufe, orange, ausgerufen.

afp