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Panorama ADAC warnt vor Bakterienbelastung an Nord- und Ostsee
Nachrichten Panorama ADAC warnt vor Bakterienbelastung an Nord- und Ostsee
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16:33 27.08.2009
ADAC-Tester haben hohe Bakterienbelastungen an zwei deutschen Stränden festgestellt. Quelle: ddp
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Vor allem Kinder, ältere und kranke Menschen liefen beim Baden in den verunreinigten Gewässern Gefahr, sich mit Magen-Darm-Infektionen anzustecken. Nach geltenden Verordnungen müssten aufgrund der Belastung laut ADAC Badeverbote ausgesprochen werden.

Die Wasserproben, die an ausgewiesenen Spiel- und Badebereichen der überprüften Strände entnommen wurden, enthielten den Angaben zufolge überhöhte Konzentrationen von Escherichia coli-Bakterien und Intestinalen Enterokokken. Die zulässigen Grenzwerte für Escherichia coli-Bakterien seien in den Proben aus Kühlungsborn und Krummhörn um mehr als das Doppelte überschritten worden. Bei den Intestinalen Enterokokken seien die Messwerte in Krummhörn um mehr als das Dreifache höher als erlaubt ausgefallen, in Kühlungsborn wurden sie leicht überschritten. Die betroffenen Gemeinden wurden über die erhöhten Werte informiert und aufgefordert, die Probleme zu beheben, wie eine ADAC-Sprecherin mitteilte.

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„Diese Werte sind für mich unbegreiflich, da unsere Wasserkontrolle von vorheriger Woche ein völlig anderes Ergebnis gezeigt hat“, sagte der Krummhörner Gemeindesprecher Frank Baumann. Auch der Sprechr des Kreises Aurich, Manfred Galka, bestätigte, dass in den 14-tägigen Kontrollen des Gesundheitsamtes keinerlei Auffälligkeiten festgestellt worden seien. Lediglich im Juli wären etwas erhöhte Werte aufgrund der damals sehr warmen Nordsee gemessen worden. „Wahrscheinlich stammen die Ergebnisse des ADAC bereits aus dieser Zeit“, sagte Galka weiter. Doch auch damals seien die Grenzwerte nie überschritten worden.

Der Kreis Aurich sieht daher zurzeit keinen Handlungsbedarf. „Die Nordsee ist sauber“, bekräftigte Galka. Gemeindesprecher Baumann steht nach eigenen Angaben allerdings mit dem ADAC in Kontakt und will Ursachenforschung betreiben. Auch ein Badeverbot sei denkbar, falls sich die schlechten Werte doch bewahrheiten sollten.

ddp/lni