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Panorama Abiturient erpresst Lehrer mit Sex-Affäre
Nachrichten Panorama Abiturient erpresst Lehrer mit Sex-Affäre
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11:32 19.02.2010
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Ein Schüler aus Hildesheim hat in anonymen Briefen von dem Pädagogen Bargeld gefordert. Bei einer fingierten Übergabe hätten in einem Umschlag aber keine Banknoten, sondern mit Chemikalien präparierte Kopien gelegen, die beim Berühren Farbflecken verursachen. Anhand dieser Flecken an seinen Händen sei der Schüler überführt worden.

Der 19-Jährige sei im Besitz von Schul-Schlüsseln gewesen, weil er als sogenannter Webmaster die Homepage gepflegt habe, sagte Kubik. Mit den Schlüsseln sei er auch in den Raum gelangt, in dem der Lehrer seinen Arbeitsplatz hatte. Auf dem eingeschalteten Computer habe er dann Belege für eine vermeintliche Affäre des verheirateten Familienvaters entdeckt. Mit diesem Wissen habe er versucht, von dem Pädagogen 1000 Euro zu erpressen.

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Der Lehrer habe jedoch seinen Schulleiter eingeweiht. Dieser habe dann die Polizei eingeschaltet, sagte Kubik. Die Beamten stellten dem bis dahin unbekannten Erpresser eine Falle. Am vereinbarten Geldübergabeort in der Schule deponierten sie einen Umschlag mit präparierten Geldkopien. Die Farbe, die beim Berühren an die Hände gelangt, könne man tagelang nicht abwaschen.

Um die Farbe zu verdecken, erschien der Abiturient zu einer Klausur in der Schule mit Handschuhen. Nach der Arbeit nahm die Polizei den jungen Mann fest. Er legte sofort ein Geständnis ab. Dem Schüler droht nun nicht nur ein Strafprozess. Er muss auch mit disziplinarischen Maßnahmen der Schule rechnen. „Sein Abitur ist gefährdet“, sagte Kubik.

lni