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Panorama Abschied von erschossenem 22-Jährigen
Nachrichten Panorama Abschied von erschossenem 22-Jährigen
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16:52 13.04.2012
Viele kamen zum Ort des Geschehens und trauerten um den erschossenen 22-Jährigen. Quelle: dpa
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Berlin

Mit einer bewegenden Trauerfeier haben rund 2000 Menschen Abschied von einem in Berlin-Neukölln erschossenen Deutsch-Türken genommen. Die Trauernden versammelten sich am Nachmittag zum Totengebet für den 22-Jährigen im Hof der Sehitlik-Moschee. „Der Tod ist eine Tür ins Jenseits“, sagte der Imam. Er rief dazu auf, „ruhig und standhaft“ zu bleiben. Viele der jungen Anwesenden hatten sich ein Bild des Toten an die Brust geheftet.

Freunde trugen den mit einem grünen Tuch bedeckten Sarg zum islamischen Friedhof neben der größten Berliner Moschee am Columbiadamm. Einige hielten Schilder hoch, auf denen zu lesen war: «Rassismus ist ein Verbrechen». Polizisten versuchten, das zu verhindern. Viele in dem Trauerzug hatten rote Mützen aufgesetzt, wie sie der Getötete gerne trug.
Am 5. April hatte ein Unbekannter gegen 1.15 Uhr ohne Vorwarnung und aus nächster Nähe auf fünf junge Männer geschossen. Sie sollen auf den Bus gewartet haben, berichten Freunde. Der 22-Jährige brach tödlich verletzt zusammen. Die Besatzung eines vorbeifahrenden Krankenwagens konnte ihm nicht mehr helfen. Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche erlitten lebensgefährliche Schusswunden. Der Schütze floh unerkannt. Derzeit ist völlig offen, ob es zwischen dem Schützen und seinen Opfern eine Beziehung gab.

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