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Panorama 75 Deutsche unter den Absturz-Opfern
Nachrichten Panorama 75 Deutsche unter den Absturz-Opfern
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19:53 26.03.2015
Wrackteil des abgestürzten Germanwings-Airbus.
Wrackteil des abgestürzten Germanwings-Airbus. Quelle: dpa
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Was bisher zum Absturz bekannt ist

  • Der Co-Pilot leitete den Sinkflug vorsätzlich ein.
  • Der Kapitän der Maschine war aus dem Cockpit ausgesperrt.
  • Ermittler schließen einen terroristischen Hintergrund aus.
  • Der zweite Flugschreiber ist noch nicht gefunden.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier.

Am Unfallort nahe Seyne Les Alpes geht die Bergung der Leichen weiter. Neben der Bergrettung sind Soldaten und Feuerwehrleute an dem Einsatz beteiligt.

Für heute beenden wir unseren Newsticker. Hier können Sie die Ereignisse des Tages noch einmal nachlesen. Weitere Hintergründe und Berichte finden Sie auf unserer Themenseite zum Germanwings-Absturz.

++ 18.18 Uhr: Medienbericht über Depression und Burnout bei Lufthansa-Pilot ++

Der offenbar vorsätzlich für den Absturz des Germanwings-Airbus verantwortliche Co-Pilot Andreas L. soll einem Medienbericht zufolge in seiner Ausbildungszeit psychische Probleme gehabt haben. Die Onlineausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zitierte am Donnerstag die Mutter einer Klassenkameradin, der sich der 28-Jährige vor ein paar Jahren anvertraut haben soll. „Offenbar hatte er ein Burnout, eine Depression“, zitierte faz.net die namentlich nicht genannte Frau. Den Angaben zufolge soll L. wegen dieser psychischen Probleme vor sechs Jahren seine Ausbildung zum Piloten unterbrochen haben.

++ 17.43 Uhr: Co-Pilot war erst 27 Jahre alt ++

Der Co-Pilot des verunglückten Germanwings-Flugzeugs war erst 27 Jahre alt. Die Düsseldorfer Bezirksregierung hat frühere Angaben korrigiert, wonach Andreas L. 28 Jahre alt gewesen sein soll.

++ 17.16 Uhr: Co-Pilot von der Luftaufsicht mehrfach überprüft ++

Bei den routinemäßigen Sicherheitsüberprüfungen des Germanwings-Co-Piloten Andreas L. hat die Luftaufsicht keine Auffälligkeiten festgestellt. Das teilte die Düsseldorfer Bezirksregierung am Donnerstag mit. Zuletzt sei dem 27-Jährigen Ende Januar bescheinigt worden, dass keine strafrechtlichen oder extremistischen Sachverhalte gegen ihn vorliegen. Die Luftaufsicht habe ihn im Jahr 2008 zum ersten Mal sicherheitsüberprüft und zum zweiten Mal 2010, auch die beiden vorigen Male ohne jede belastende Erkenntnis. Die Sicherheitsüberprüfungen finden jetzt alle fünf Jahre statt, früher alle zwei Jahre.

++ 17.01 Uhr: Wohnung des Germanwings-Co-Piloten wird durchsucht ++

Ermittler haben mit der Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung des verdächtigen Germanwings-Co-Piloten begonnen. Mehrere Ermittler betraten am Donnerstag das Haus am Stadtrand, in dem der 27-Jährige wohnte. Der Copilot steht im Verdacht, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord am Dienstag vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben.

++ 16.51 Uhr: 75 Deutsche unter Absturzopfern ++

Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sind nach neuesten Informationen 75 Deutsche ums Leben gekommen. Dies teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit. Bislang war man von mindestens 72 getöteten Bundesbürgern ausgegangen. Insgesamt starben 150 Menschen.

++ 16.32 Uhr: Angela Merkel verspricht volle Aufklärung ++

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht derzeit vor der Presse über die neuen Entwicklungen nach dem Absturz. „Die heutigen Nachrichten sind noch einmal eine fürchterliche Belastung für die Angehörigen der Opfer.“ Die Bundeskanzlerin verspricht erneut volle Aufklärung: „Die Bundesregierung und die Behörden werden alles erdenkliche tun“.

++ 16.15 Uhr: Franzosen bitten Düsseldorfer Ermittler um Rechtshilfe ++

Französische Staatsanwälte haben die Ermittler in Düsseldorf um Rechtshilfe im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine gebeten. Das bestätigte die Düsseldorfer Polizei. Vor der Wohnung des Co-Piloten am Stadtrand von Düsseldorf war am Donnerstag die Polizei präsent. Ermittlerkreisen zufolge wird die Durchsuchung des Wohnsitzes vorbereitet. Der Co-Pilot steht im Verdacht, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben.

++ 16.07 Uhr: Nur noch zu zweit im Cockpit: Norwegian ändert Regeln nach Absturz ++

Die Fluggesellschaft Norwegian will nach dem vermutlich vorsätzlich herbeigeführten Absturz des Germanwings-Airbus keine Piloten mehr allein im Cockpit erlauben. „Ab sofort müssen immer zwei Leute im Cockpit sein“, sagte eine Sprecherin der norwegischen Fluglinie am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Das bedeutet, dass wenn einer der Piloten das Cockpit verlässt, etwa um auf Toilette zu gehen, eines der Crewmitglieder ins Cockpit gehen muss.“

++ 15.55 Uhr: „Co-Pilot muss unglaublichen Hass in sich getragen haben“ ++

„Der Co-Pilot muss, ähnlich einem Amokläufer, einen unglaublichen Hass in sich getragen haben. Auf die Welt, auf den Arbeitgeber, auf die Familie – all das hat es in der Geschichte schon gegeben. Da geht es darum zu zeigen: „Seht her, das alles habt ihr verschuldet“, sagt der Krimonologe Christian Pfeiffer.  Im sehr negativen Sinne sei auch denkbar, dass er Bekanntheit erlangen wollte mit diesem erweiterten Suizid. Vielleicht werde in der nächsten Zeit noch ein Abschiedssignal oder eine Botschaft gefunden.

++ 15.35 Uhr: Polizei riegelt Straßen ab ++

Quelle: Daniel Naupold

In der Absturzregion in den französischen Alpen sind die Zufahrten in Richtung Unglücksort gesperrt worden. Die Gendarmerie riegelte die Wege in die Täler ab. Es soll wohl verhindert werden, dass Unbefugte zu der Absturzstelle steigen.

++ 15.17 Uhr: Pressekonferenz in Köln beendet ++

Die Pressekonferenz von Germanwings und Lufthansa ist beendet. Mit Bestürzung und Entsetzen haben Germanwings und die Konzernmutter Lufthansa auf den vermutlich vorsätzlich herbeigeführten Absturz des Airbus durch den Copiloten reagiert. „Das macht uns fassungslos“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag. „Nicht in unseren schlimmsten Alpträumen hatten wir uns das verstellen können.“ Der Vorstandschef sprach vom „furchtbarsten Ereignis in unserer Unternehmensgeschichte“.

++ 15.12 Uhr: Co-Pilot hatte Ausbildung längere Zeit unterbrochen ++

"Wir haben keinerlei Erkenntnisse darüber, was den Co-Piloten zu dieser schrecklichen Handlung veranlasst haben könnte", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Über Motive könne nur spekuliert werden. "Wir stehen vor einem riesigen Rätsel." Der Mann hatte laut Spohr seine Ausbildung 2008 begonnen und war seit 2013 Co-Pilot im Einsatz. In der Ausbildung gab es demnach vor sechs Jahren eine längere Unterbrechung. Danach sei seine Eignung aber noch einmal festgestellt worden. Spohr machte keine Angaben dazu, warum der Mann die Ausbildung unterbrach.

++ 15.05 Uhr: Spohr zur verschlossenen Cockpit-Tür ++

Für den Fall der Bewusstlosigkeit gebe es einen eigenen Code und dann ein Klingelzeichen. Wenn dann auch keine Antwort komme, gehe die Tür auf. Der Kollege im Cockpit könne dies durch Umstellen des Schalters auf Lock verhindern. Dann sei die Tür für fünf Minuten verschlossen. Auf Fragen, ob es sich um einen Selbstmord des Co-Piloten gehandelt habe, sagt Spohr: „Dazu kann ich nicht mehr sagen, als der französische Staatsanwalt heute gesagt hat. Wir müssen davon ausgehen, dass das Flugzeug willentlich gesteuert wurde.“

++ 14.56 Uhr: Spanischer Airbus muss in Barcelona notlanden ++

Zwei Tage nach dem Absturz der Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf ist ein Airbus A320 der spanischen Fluggesellschaft Vueling auf dem Flughafen der katalanischen Hauptstadt notgelandet. Kurz nach dem Start der Maschine am Donnerstagmorgen in Barcelona sei in der Kabine Rauchgeruch entdeckt worden, daraufhin habe sich der Pilot zur Umkehr entschlossen und die Notlandung eingeleitet, sagte ein Vertreter von Vueling. Die Notlandung sei ohne Probleme erfolgt. Der Airbus war demnach auf dem Weg nach München. Passagiere und Besatzung stiegen in einen anderen Airbus der spanischen Fluglinie, diese landete kurz vor Mittag in der bayerischen Landeshauptstadt.

++ 14.47 Uhr: "Er war 100 Prozent flugtauglich" ++

 Lufthansa-Chef Casten Spohr auf der Pressekonferenz in Köln: "Lufthansa wählt das Personal sehr sorgfältig aus. Das ist Teil unserer DNA. Der Co-Pilot war zu 100 Prozent flugtauglich und ohne jede Auffälligkeit." Was den Co-Piloten zu seiner Tat bewegt hat, ist laut Spohr noch unklar: "Wir können wenige Stunden nachher über Motive nur spekulieren. Wir haben volles Vertrauen in unsere Piloten. Sie sind und bleiben die besten der Welt. Für mich ist das, was hier passiert ist, ein ganz tragischer Einzelfall", erklärte Spohr.

Germanwingschef Thomas Winkelmann (links) und Lufthansachef Carsten Spohr während der Pressekonferenz. Quelle: afp

++ 14.41 Uhr: Pressekonferenz in Köln ++

In Köln hat die Pressekonferenz von Lufthansa und Germanwings begonnen. Lufthansa-Chef Casten Spohr sagte zu Beginn: "Nach der Auswertung des Voicerekorders des Unglücksflugs hat sich eine neue, sehr, sehr tragische Wendung ergeben. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Flugzeug vermutlich willentlich zum Absturz gebracht wurde."

++ 14.38 Uhr: Bild vom Airbus-Cockpit ++

Diese Bild vom Cockpit des verunglückten Airbus A320 mit der Kennung D-AIPX der Fluggesellschaft Germanwings wurde von der dpa veröffentlicht. Das Bild entstand im März diesen Jahres auf dem Flughafen in Düsseldorf nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine. 

++ 14.35 Uhr: Wie Cockpit-Türen gesichert sind ++

Nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 sind in Flugzeugen die Cockpittüren besonders gesichert worden, um unerlaubtes Eindringen zu verhindern. Die Türen halten selbst Schüsse ins Cockpit ab und können von der Crew nur mit einem bestimmten Code geöffnet werden - jede Airline hat dabei ihre speziellen Regelungen. Eine Video-Kamera zeigt der Besatzung nach Airbus-Angaben zudem, wer gerade Einlass begehrt. Bei einer Bedrohungslage können die Piloten die Tür aber auch dann blockieren, wenn außen der korrekte Code eingegeben wird.

++ 14.27 Uhr: Aldag nicht auf 4U9525 gebucht ++

Ex-Radprofi Rolf Aldag hat Meldungen aus Frankreich dementiert, wonach er mit der abgestürzten Germanwings-Maschine habe fliegen wollen. Nur eine Umbuchung soll ihn davor bewahrt haben, einzusteigen, schrieb die "L'Équipe". "Ich weiß nicht, wie die drauf kommen. Nach dem Rennen in Sanremo am vergangenen Sonntag bin ich nach Brüssel geflogen und seitdem in Belgien", sagte Aldag, der Berater des belgischen Etixx-Quick-Step-Teams.

++ 14.14 Uhr: Die zentralen Aussagen der Ermittler ++

Staatsanwalt Brice Robin. Quelle: dpa
  • Der Copilot hat den Sinkflug selbst ausgelöst und den Airbus absichtlich zum Absturz gebracht.
  • Er war zum diesem Zeitpunkt allein im Cockpit. Der Pilot war aus der Kabine ausgesperrt.
  • Auf einen terroristischen Anschlag deutet nach derzeitigem Stand nichts hin.
  • Auf Ansprache des Towers in den letzten acht Minuten reagierte der Mann nicht. Ein Notruf wurde nicht abgesetzt.
  • Der Pilot konnte nach einem Gang zur Toilette die automatisch verriegelte Kabine nicht mehr öffnen. Zuletzt hämmerte er mit der Crew von außen an die Tür.
  • Der Stimmenrekorder zeichnete bis zum Aufprall schweres Atmen aus dem Cockpit auf. Der Copilot war also am Leben.
  • Schreie von Passagieren sind erst in den letzten Sekunden zu hören.

++ 14.09 Uhr: Spanien reagiert mit Bestürzung ++

Die spanische Regierung hat mit Bestürzung auf die Enthüllungen der französischen Ermittler reagiert, wonach der Copilot der Germanwings-Maschine das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht hat. "Ich bin erschüttert", schrieb Ministerpräsident Mariano Rajoy am Donnerstag auf Twitter. "Erneut eine innige Umarmung für die Angehörigen der Opfer." Innenminister Jorge Fernández Díaz sagte: "Wir fühlen nun noch mehr Solidarität mit den Familien der Opfer."

++ 14.01 Uhr: "Keinen terroristischen Hintergrund" ++

Der Copilot der Germanwings-Maschine hatte laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière kein terroristisches Motiv. Es gebe nach derzeitigem Erkenntnisstand "keine Hinweise auf einen irgendwie gearteten terroristischen Hintergrund", sagte der CDU-Politiker.

++ 13.54 Uhr: Polizei in Montabaur ++

Nach Bekanntwerden der Identität des Copiloten hat die Polizei Stellung vor dem Wohnhaus der Familie des Mannes im rheinland-pfälzischen Montabaur bezogen. Dort lebte der 27-Jährige, der seit 2013 für Germanwings flog.

++ 13.45 Uhr: Germanwings reagiert schockiert ++

Germanwings hat kurz nach der Pressekonferenz der Ermittler in Paris ein Statement via Twitter veröffentlicht: "Uns sind die schockierenden Aussagen der französischen Behörden seit kurzem bekannt, in denen berichtet wird, dass der Copilot das Flugzeug willentlich zum Absturz gebracht haben soll. Unsere Gedanken und Gebete sind weiterhin bei allen Angehörigen und Freunden der Opfer."

++ 13.29 Uhr: Pressekonferenz um 14.30 Uhr ++

Lufthansa und Germanwings wollen heute um 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz am Flughafen Köln/Bonn weitere Informationen bekannt geben.

++ 13.15 Uhr: Co-Pilot war Mitglied im Fliegerverein ++

Der Co-Pilot war offenbar Mitglied des Fliegervereins LSC Westerwald - der Verein schaltete bereits vor der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft eine Traueranzeige auf seiner Webseite. "Er konnte sich seinen Traum erfüllen, den Traum, den er jetzt so teuer mit seinem Leben bezahlte", heißt es darin.

++ 13.00 Uhr: Co-Pilot leitete Sinkflug absichtlich ++

Der Copilot der verunglückten Germanwings-Maschine hat nach Erkenntnissen der Ermittler den Sinkflug selbst ausgelöst und so den Airbus absichtlich zum Absturz gebracht. Er sei zu diesem Zeitpunkt allein im Cockpit gewesen, der Pilot sei aus der Kabine ausgesperrt gewesen, sagte der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. „Es sieht so aus, als ob der Copilot das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht und so zerstört hat.“ Hinweise auf einen terroristischen Anschlag gebe es nicht. Die Motive des 27-Jährigen sind unklar.

dpa/afp/frs

Stefan Koch 26.03.2015
25.03.2015