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Panorama Adele ist auch bei Brit Awards die große Siegerin
Nachrichten Panorama Adele ist auch bei Brit Awards die große Siegerin
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21:04 22.02.2012
Adele ist auch bei den Brit Awards die große Siegerin und hätte gern eine längere Dankesrede gehalten. Quelle: dpa
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London

Als sie vor einem Jahr an derselben Stelle bei den Brit Awards in der Londoner O2-Arena stand, war sie außerhalb Großbritanniens noch eher unbekannt. Mittlerweile ist Sängerin Adele ein Weltstar. Die „Brits“, die wichtigsten Musikpreise im Königreich, waren für die 23-Jährige am Dienstagabend dann auch ein Heimspiel. Sie wurde zur besten britischen Künstlerin ernannt. Ihre Platte „21“ wurde bestes britisches Album des Jahres. Als Dank sang sie ihren Hit „Rolling in the Deep“ und wurde mit Ovationen gefeiert.

Dass sie sich nichts gefallen lässt, zeigte die resolute Britin, als ihre ohnehin recht kurze Dankesrede aus Zeitgründen abgeschnitten wurde. Adele hob den Stinkefinger – und landete damit auf den Titelseiten der britischen Boulevardblätter. Anschließend entschuldigte sie sich bei ihren Fans.

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„Das ging nicht gegen meine Fans“, sagte sie. „Es tut mir leid, wenn ich jemanden verärgert habe. Die Typen in den Anzügen haben mich genervt.“ Der Sender ITV, der die Preisvergabe live übertrug, entschuldigte sich wiederum bei Adele. Livesendungen seien auf die Sekunde geplant, und man sei zu dem Zeitpunkt schon in Verzug gewesen.

Schon bei den Grammys vergangene Woche in Los Angeles war Adele mit sechs Trophäen die große Gewinnerin. Adele setzte sich in London gegen Kate Bush, Jessie J und Florence and the Machine durch. Sie betonte in ihrer Dankesrede, dass sie keinesfalls bei einer der großen Welt-Plattenfirmen unter Vertrag ist, sondern bei dem Indie-Label XL Recordings: „Danke, dass ihr mich die Künstlerin sein lasst, die ich immer sein wollte.“

Sechs Grammys gingen in diesem Jahr an die Sängerin Adele. Die Preisverleihung wurde jedoch vom Tod der Pop- und Souldiva Withney Houston überschattet.

Ob er eine Erfolgsgeschichte wie Adele vor sich hat, muss sich für den 21 Jahre alten Ed Sheeran noch zeigen. Die Briten jedenfalls lieben den Rotschopf und seine Gitarrenmusik, etwa die Songs „Lego House“ und „A Team“. Er bekam die Brit-Trophäen für den besten britischen männlichen Solokünstler und den besten Nachwuchskünstler. Ein Höhepunkt der Show war der Auftritt von Rihanna, die zuvor den Preis für die beste internationale Solokünstlerin geholt hatte. Mit einer Truppe von Tänzern fegte sie über die Bühne und warf in einer Glasbox mit Farbe.

Der Abend gehörte aber nicht nur den selbstbewussten Frauen. Großbritannien feierte auch seine Männerbands, die den musikalischen Ruf der Insel prägen. Coldplay wurde zur besten britischen Band gekürt. Blur bekamen einen Sonderpreis für besondere Verdienste für die Musik. Sie traten erstmals seit drei Jahren wieder live auf und begeisterten die Tausenden Zuschauer in der Arena mit ihren Hits „Girls & Boys“ und „Song 2“.

Britta Gürke