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Aldi verlangt künftig Geld für Plastiktüten aus der Obst- und Gemüseabteilung

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12:15 11.06.2019
Aldi-Kunden sollen künftig einen symbolischen Preis für dünne Plastiktüten zahlen. Quelle: Benjamin Nolte/dpa
München

Der Lebensmitteldiscounter Aldi will einem Bericht zufolge für dünne Plastiktüten künftig einen „symbolischen Preis“ von einem Cent verlangen. Das wolle der Konzern an diesem Dienstag bekanntgeben, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Aldi Nord und Aldi Süd wollten damit auf Kritik am vielen Plastik in den Geschäften reagieren. Seitdem Kunststoff-Tragetaschen kostenpflichtig sind, packen zudem immer mehr Kunden ihre Einkäufe in die sogenannten kostenlosen Knoten- oder Hemdchenbeutel in der in der Obst- und Gemüseabteilung.

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Verbrauch von dünnen Plastiktüten steigt

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums verbrauchten die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als drei Milliarden der dünnen Plastiktüten. Das entsprach einem Pro-Kopf-Verbrauch von 37 Beuteln und damit einem Anstieg im Vergleich zu 2015 und 2016.

Aldi hoffe, dass andere Händler ebenfalls eine Abgabe auf die Hemdchenbeutel verlangen, hieß es in der „Süddeutschen Zeitung“ weiter. „Wir würden uns freuen, wenn andere Händler mitziehen“, sagte Kristina Bell, die im Einkauf von Aldi Süd für Qualitätssicherung und Unternehmensverantwortung zuständig ist, dem Blatt.

Real will Papiertüten in der Obst- und Gemüseabteilung einführen

Bislang hat dem Bericht zufolge lediglich die Supermarktkette Real angekündigt, die Beutel bis 2020 durch Papier ersetzen zu wollen. Aldi plane, die kostenpflichtigen Knotenbeutel von Sommer an aus Bioplastik fertigen lassen. Als Alternative zu den Hemdchenbeuteln wolle der Discounter von Herbst an wiederverwendbare Netze für Obst und Gemüse verkauft werden. Andere Handelsketten bieten solche waschbaren Netze ebenfalls an.

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Von RND/epd

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