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Panorama Viele Tränen und noch viel mehr Haut
Nachrichten Panorama Viele Tränen und noch viel mehr Haut
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14:07 23.11.2015
Foto: Die Bild-Kombo zeigt (von links): Gigi Hadid, Jennifer Lopez, Carrie Underwood und Christina Milian.
Gigi Hadid, Jennifer Lopez, Carrie Underwood und Christina Milian. Quelle: AFP PHOTO/ Getty Images
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Los Angeles

Eiffelturm, Louvre, Straßen in Paris und immer wieder Bilder von trauernden Menschen, Kerzen und Friedenszeichen flackern über die Bildschirme, als Sängerin Celine Dion die Bühne der American Music Awards betritt. In einem schwarzen schulterfreien Kleid, am Saum mit Blumen bestickt, singt die 47-jährige Kanadiern mit ihrer kraftvollen Stimme "Hymne à L'Amour", Edith Piafs Hommage an Liebe und Verlust. Viele Stars im Publikum der Gala in Los Angeles haben bei dem Auftritt am Sonntagabend (Ortszeit) Tränen in den Augen. Sie stehen anschließend auf und applaudieren lange.

Bei den American Music Awards zeigten die Promis auch in diesem Jahr viel Haut. Die Awards wurde 1973 als Altnerative zum Grammy ins Leben gerufen.

Jared Leto trauert um Freunde

Die American Music Awards präsentieren sich normalerweise als gut gelaunte Riesenparty, aber die Wucht der Terroranschläge von Paris mit mindestens 130 Toten vor rund zehn Tagen lässt auch hier ernste Töne einkehren. Er habe selbst in diesem Jahr schon mit seiner Band 30 Seconds to Mars im "Bataclan" gespielt, jenem Club, der nun zum Schauplatz des Terrors wurde, erzählt Schauspieler Jared Leto (43), ganz in Schwarz gekleidet auf der Bühne. Auch Kollegen und Freunde von ihm seien während des Anschlags in dem Club gewesen, einer habe es nicht geschafft.

"Frieden ist möglich"

"Was für einen Unterschied ein Tag ausmacht. Die Anschläge haben die Welt für immer verändert. Sieben Milliarden Menschen werden für immer eine Narbe von dieser sinnlosen Tragödie mit sich tragen." Die Show solle eine Ehrung für die Opfer sein, sagt Leto – und schließt mit einer versöhnlichen Note: "Frieden ist möglich."

Die Show muss weitergehen

Denn so ganz wollen sich die Stars die Stimmung bei den 43. American Music Preisvergabe dann doch nicht verderben lassen. Auch als Zeichen gegen den Terrorismus: Die Show muss schließlich weitergehen. "Es passiert so viel Negatives da draußen, da liegt es an uns, positiv zu sein", sagt der DJ Skrillex (27) kurz darauf – und viele folgen seinem Rat.

Die American Music Awards waren 1973 als Alternative zu den Grammys gegründet worden. Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um die weltweit größte Preisgala, bei der Fans abstimmen dürfen. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker, über die Gewinner können Fans im Internet abstimmen.

Von Christina Horsten

Preisträger des American Music Awards (Auswahl)

Künstler des Jahres: One Direction
Beliebteste Pop-Band des Jahres: One Direction
Beliebtester Pop/Rock-Künstler: Ed Sheeran
Beliebteste Pop/Rock-Künstlerin: Ariana Grande
Beliebtestes Pop/Rock-Album: 1989 von Talyor Swift
Beliebteste Soul-R&B-Künstlerin: Rihanna
Beliebtester Soul/R&B-Künstler: The Weeknd
Beliebtestes Soul/R&B-Album: Beauty Behind the Madness von The Weeknd
Beliebteste Rap/Hip-Hop-Künstlerin: Nicki Minaj
Beliebtestes Rap/Hip-Hop-Album: The Pinkprint von Nicki Minaj
Song des Jahres: Blank Space von Taylor Swift

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