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Panorama Angeklagter im Holzklotz-Prozess erkrankt
Nachrichten Panorama Angeklagter im Holzklotz-Prozess erkrankt
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15:02 27.02.2009
Mit voller Wucht durchschlug der Klotz die Windschutzscheibe.
Mit voller Wucht durchschlug der Klotz die Windschutzscheibe. Quelle: Polizei/ddp
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Ein Polizeiarzt habe die Verhandlungsunfähigkeit des 31-Jährigen bescheinigt, sagte der Vorsitzende Richter. Der Verteidiger hatte zuvor mitgeteilt, sein Mandant fühle sich nicht gut. Ihm sei schwindlig und er sehe sehr blass aus. Zudem habe er seit Tagen nichts essen können. Der Prozess wird am nächsten Freitag mit der Befragung von Zeugen fortgesetzt.

Das Glaubwürdigkeits-Gutachten soll voraussichtlich am 24. März vorgetragen werden. Der Tatverdächtige hatte zunächst den Wurf des Holzklotzes bei der Polizei und vor dem Haftrichter gestanden, sein Geständnis später aber widerrufen. Er soll am Ostersonntag 2008 einen knapp sechs Kilogramm schweren Holzklotz bei Oldenburg von einer Autobahnbrücke auf die A 29 geworfen haben. Der Holzklotz durchschlug die Windschutzscheibe des Autos einer vierköpfigen Familie aus dem münsterländischen Telgte. Bei der Tat wurde die Mutter tödlich verletzt. Ein weiterer Gutachter soll ebenfalls am 24. März darlegen, ob der drogenabhängige Angeklagte bei seinen Geständnissen überhaupt vernehmungsfähig gewesen sei.

Der Angeklagte hatte bereits vor elf Jahren die Verantwortung für einen tödlichen Verkehrsunfall auf sich genommen. Die Staatsanwaltschaft wies dem damals 20-Jährigen aber nach, dass ein anderer das Unfallauto gefahren hatte.

ddp