Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Anwalt fordert im Ernst-August-Prozess Straffreiheit
Nachrichten Panorama Anwalt fordert im Ernst-August-Prozess Straffreiheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:54 26.02.2010
Im Prozess um eine Prügelattacke von Ernst August Prinz von Hannover hat dessen Anwalt den Verzicht auf eine Bestrafung gefordert. Quelle: dpa (Archiv)
Anzeige

Die erneute Verhandlung habe ergeben, dass erfundenes und gefälschtes Beweismaterial vorgelegt worden sei, sagte Saleem Ghalia am Freitag vor dem Landgericht Hildesheim.

Der Prinz, der an diesem Freitag 56 Jahre alt wird, war 2004 vom Landgericht Hannover wegen des Vorfalls wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 445.000 Euro verurteilt worden. Diese Strafe sei nur aufgrund von unwahren Äußerungen seines damaligen Anwalts zustande gekommen, die mit Ernst August nicht abgesprochen waren, sagte der kenianische Jurist. Die von Ernst August eingeräumten Ohrfeigen seien ein Bagatelldelikt. Zudem habe es enorm viel Mühe und Geld erfordert, das vom Opfer angelegte Lügengeflecht zu entwirren.

Anzeige

Die Attacke geschah im Januar 2000 auf Lamu. Diese Insel sei ein einzigartiger stiller und friedlicher Ort gewesen, ehe das Opfer dort gegen den Willen der Bewohner eine Diskothek eröffnet hab, betonte Ghalia, der auch Honorarkonsul in Mombasa ist. „Für die muslimische Gemeinschaft bedeutet Disco alkoholische Getränke, Drogen, junge Männer und Frauen, dröhnende Musik und Laserlicht.“

Die einheimische Bevölkerung sei dem Prinzen dankbar, dass er den Discobesitzer in die Schranken gewiesen habe. „Zur großen Freude der Bevölkerung hörte die Belästigung durch die Musik und die grellen Lichter auf.“

dpa