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Panorama Anwalt von Kachelmann beantragt Aufhebung des Haftbefehls
Nachrichten Panorama Anwalt von Kachelmann beantragt Aufhebung des Haftbefehls
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16:55 07.06.2010
Der Anwalt von TV-Moderator Jörg Kachelmann beantragt die Aufhebung des Haftbefehls. Quelle: dpa
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Darüber wird das Landgericht Mannheim voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, wie es am Montag mitteilte. Kachelmann war Mitte März verhaftet worden, nachdem ihn eine Ex-Freundin wegen Vergewaltigung angezeigt hatte.
Laut Gericht stellte Kachelmanns Strafverteidiger Reinhard Birkenstock den Antrag mit Blick auf ein aussagepsychologisches Gutachten, das Zweifel an den Angaben des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers weckt. In dem von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben Gutachten kommt die Bremer Psychologie-Professorin Luise Greuel laut einem „Spiegel“-Bericht zu dem Schluss, dass die Tatschilderung der Ex-Freundin des 51-Jährigen nicht belastbar sei und „nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz“ erfülle.
Laut „Spiegel“ geht aus dem mehr als 100 Seiten starken Gutachten hervor, dass die 15 Jahre jüngere Frau die Tat selbst nur vage und oberflächlich wiedergeben könne. Sie würde überdies Sachverhalte darstellen, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Die Aussagen belegten die geschilderte Vergewaltigung nicht mit der nötigen Zuverlässigkeit. Zudem habe die Frau in ihrer Vernehmung Unwahrheiten zugegeben. Etwa, dass sie einen Brief mit einem Hinweis, wonach Kachelmann mit einer anderen Frau ein Verhältnis habe, an sich selbst geschrieben hatte.Zweifel gibt es dem Bericht zufolge auch an der Belastbarkeit von Blutspuren der Frau an einem Messer, das Kachelmann ihr bei der Tat an den Hals gehalten haben soll. Laut einem Bericht des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg war die Spur demnach so winzig, dass sich nicht feststellen ließ, ob es sich um Blut der Frau handelte oder um Tierblut, das möglicherweise mit Hautpartikeln von ihr behaftet war. Bei DNA-Spuren am Messer handele es sich dem LKA zufolge um sogenannte Mischspuren. Ein unzweifelhafter Nachweis, dass Kachelmann das Messer in der Hand gehalten habe sei deshalb nicht möglich.
Laut „Spiegel“ stellte der Leiter der Rechtsmedizin Heidelberg, Rainer Mattern, in zwei Gutachten fest, dass die Verletzungen der Frau weder eindeutig einer Fremd- noch einer Selbstverletzung zuzuordnen seien. Für beide Varianten seien die Verletzungen ungewöhnlich. Dagegen komme der von der Verteidigung beauftragte Rechtsmediziner Bernd Brinkmann zu dem Schluss, dass die geschilderte Tat mit dem Verletzungsbild nicht in Einklang zu bringen sei. Dies spreche für eine vorgetäuschte Tat.
Die Staatsanwaltschaft, die laut Gericht nun weitere Stellungnahmen abzugeben hat, blieb bei ihrem Vorwurf. Sie geht nach eigenen Abgaben weiterhin vom dringenden Verdacht der besonders schweren Vergewaltigung und gefährlichen Körperverletzung aus.
Laut Anklage soll Kachelmann im Februar seine langjährige Freundin in deren Schwetzinger Wohnung vergewaltigt haben. Kachelmann war Mitte März nach der Rückkehr von den Olympischen Winterspielen in Kanada auf dem Flughafen Frankfurt am Main verhaftet worden, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Der TV-Moderator beteuert seine Unschuld.
Darüber wird das Landgericht Mannheim voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, wie es am Montag mitteilte. Kachelmann war Mitte März verhaftet worden, nachdem ihn eine Ex-Freundin wegen Vergewaltigung angezeigt hatte.

Laut Gericht stellte Kachelmanns Strafverteidiger Reinhard Birkenstock den Antrag mit Blick auf ein aussagepsychologisches Gutachten, das Zweifel an den Angaben des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers weckt. In dem von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben Gutachten kommt die Bremer Psychologie-Professorin Luise Greuel laut einem „Spiegel“-Bericht zu dem Schluss, dass die Tatschilderung der Ex-Freundin des 51-Jährigen nicht belastbar sei und „nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz“ erfülle.
Laut „Spiegel“ geht aus dem mehr als 100 Seiten starken Gutachten hervor, dass die 15 Jahre jüngere Frau die Tat selbst nur vage und oberflächlich wiedergeben könne. Sie würde überdies Sachverhalte darstellen, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Die Aussagen belegten die geschilderte Vergewaltigung nicht mit der nötigen Zuverlässigkeit. Zudem habe die Frau in ihrer Vernehmung Unwahrheiten zugegeben. Etwa, dass sie einen Brief mit einem Hinweis, wonach Kachelmann mit einer anderen Frau ein Verhältnis habe, an sich selbst geschrieben hatte.
Zweifel gibt es dem Bericht zufolge auch an der Belastbarkeit von Blutspuren der Frau an einem Messer, das Kachelmann ihr bei der Tat an den Hals gehalten haben soll. Laut einem Bericht des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg war die Spur demnach so winzig, dass sich nicht feststellen ließ, ob es sich um Blut der Frau handelte oder um Tierblut, das möglicherweise mit Hautpartikeln von ihr behaftet war. Bei DNA-Spuren am Messer handele es sich dem LKA zufolge um sogenannte Mischspuren. Ein unzweifelhafter Nachweis, dass Kachelmann das Messer in der Hand gehalten habe sei deshalb nicht möglich.

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Laut „Spiegel“ stellte der Leiter der Rechtsmedizin Heidelberg, Rainer Mattern, in zwei Gutachten fest, dass die Verletzungen der Frau weder eindeutig einer Fremd- noch einer Selbstverletzung zuzuordnen seien. Für beide Varianten seien die Verletzungen ungewöhnlich. Dagegen komme der von der Verteidigung beauftragte Rechtsmediziner Bernd Brinkmann zu dem Schluss, dass die geschilderte Tat mit dem Verletzungsbild nicht in Einklang zu bringen sei. Dies spreche für eine vorgetäuschte Tat.

Die Staatsanwaltschaft, die laut Gericht nun weitere Stellungnahmen abzugeben hat, blieb bei ihrem Vorwurf. Sie geht nach eigenen Abgaben weiterhin vom dringenden Verdacht der besonders schweren Vergewaltigung und gefährlichen Körperverletzung aus.

Laut Anklage soll Kachelmann im Februar seine langjährige Freundin in deren Schwetzinger Wohnung vergewaltigt haben. Kachelmann war Mitte März nach der Rückkehr von den Olympischen Winterspielen in Kanada auf dem Flughafen Frankfurt am Main verhaftet worden, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Der TV-Moderator beteuert seine Unschuld.

afp