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Panorama BP schließt leckes Bohrloch mit dem "Kill"-Manöver
Nachrichten Panorama BP schließt leckes Bohrloch mit dem "Kill"-Manöver
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14:05 04.08.2010
Ein Videobild der Arbeiten am abgedichteten Bohrloch im Golf von Mexiko. Quelle: dpa
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Das sogenannte „Static Kill“-Manöver zum Schließen des Öl-Lecks im Golf von Mexiko war nach Angaben des Ölkonzerns BP offensichtlich erfolgreich. Dreieinhalb Monate nach Beginn der Ölkatastrophe sei das gewünschte Ergebnis erzielt worden, teilte BP am Mittwoch in London mit. Ein „Meilenstein“ sei erreicht. Er ist allerdings erst der erste Schritt von mehreren zur endgültigen Versiegelung des Bohrlochs.

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Nach Angaben von BP ist ein „hydrostatisches“ Gleichgewicht erzielt worden. Der von oben in die Steigleitung gepresste Schlamm neutralisiert das nach oben strömende Öl, so dass kein weiteres Öl austreten kann. In einem zweiten Schritt soll Zement in die Steigleitung gepresst werden.

In der kommenden Woche soll dann auch das Öl-Reservoir in etwa vier Kilometern Tiefe im Meeresboden verschlossen werden. Bei dieser Operation „Bottom Kill“ will BP ebenfalls Schlamm und Zement in die Steigleitung pumpen - durch einen Nebenzugang, der seit Mai gebohrt wird.

Nach Angaben von Forschern strömten nach dem Versinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 22. April insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko, - das sind etwa 666.400 Tonnen. Niemals zuvor wurde eine schlimmere Ölpest registriert. Seit dem 15. Juli ist das Leck mit einer provisorischen Kappe abgedichtet.

afp/dpa

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Nach der bislang schwersten Ölpest der Geschichte hat BP damit damit begonnen, das Leck in 1500 Meter Tiefe endgültig zu versiegeln. Die weltweit mit Spannung erwartete Operation „Static Kill“ lief am Dienstagnachmittag Ortszeit (22 Uhr MESZ) an.

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Aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko sind nach neuesten Schätzungen insgesamt 780 Millionen Liter Rohöl geströmt. Damit handelt es sich um die größte Ölpest aller Zeiten. Das Bohrloch soll ab Dienstag endgültig mit Schlamm und Zement versiegelt werden.

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Die letzten geplanten Manöver im Kampf gegen das Ölleck im Golf von Mexiko werden voraussichtlich um einen Tag verschoben. Die von Experten „Static Kill“ genannte Aktion, bei der Schlamm und Zement in das Bohrloch von oben gepresst wird, müsse wahrscheinlich auf Dienstag verlegt werden, sagte der Einsatzleiter der Regierung.

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