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Panorama Auf Mallorca tödlich verunglückt: Münchner Unternehmerfamilie wollte zu Promi-Lokal fliegen
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Bei Helikopter-Unglück auf Mallorca getötet: Münchner Unternehmerfamilie wollte zu Promi-Lokal fliegen

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04:43 29.08.2019
Das Wrack des Flugzeugs nach dem Unglück auf Mallorca. Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers mit dem Kleinflugzeug waren sieben Menschen ums Leben gekommen. Quelle: Uncredited/Incendios f.Baleares/
Palma

Bei dem Zusammenstoß eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug auf der spanischen Insel Mallorca ist eine bekannte Unternehmerfamilie aus München ums Leben gekommen.

Es handelt sich um den Unternehmer August Inselkammer, seine Frau Christina sowie die beiden elf und neun Jahre alten Kinder. Das bestätigte seine Tante Angela Inselkammer, die Vorsitzende des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist, gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Zuerst hatten "Bild" und die mallorquinische Lokalzeitung "Diario de Mallorca" darüber berichtet.

Betriebsversammlung im Unternehmen

Der 43-Jährige ist Geschäftsführer der Firma Isartaler Holzhaus. In dem Holzkirchener Unternehmen wurde nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" für 9 Uhr eine Betriebsversammlung angesetzt. Der Onkel des getöteten, Franz Inselkammer, ist zusammen mit seiner Frau Angela der Chef der Brauerei Aying, sein Cousin Peter ist Wirt auf dem Oktoberfest und betreibt das Hotel Platzl in München, berichtet die "Süddeutschen Zeitung" weiter.

Die vierköpfige Familie soll an Bord eines Helikopters vom Typ Bell 206 L3 LongRanger gewesen sein, in dem bis zu sechs Passagiere Platz finden. Um 13.36 Uhr kam es laut "Bild" in der Nähe der Stadt Inca zur Kollision mit einem Ultraleichtflugzeug. August Inselkammer soll zuvor seinen 43. Geburtstag in einem Restaurant gefeiert haben und auf dem Weg zu einem weiteren Promilokal gewesen sein.

Deutsche Familie stirbt bei Hubschrauber-Unglück über Mallorca

Für die Angehörigen der Münchner Familie ist es der zweite große Schicksalsschlag innerhalb weniger Jahre. Erst 2014 war der Augustiner-Chef Jannik Inselkammer beim Skifahren in Kanada von einer Lawine getötet worden.

Insgesamt sieben Tote

Bei dem Unglück auf Mallorca starben insgesamt sieben Menschen, wie die Regierung der Balearen mitteilte. Der Pilot des Hubschraubers war Berichten zufolge Italiener. In dem Flugzeug saßen laut Balearen-Regierung zwei Menschen – vermutlich Spanier.

Das Unglück hatte sich am frühen Sonntagnachmittag aus zunächst unbekannter Ursache nahe der Stadt Inca im Inneren der Mittelmeerinsel ereignet. Beide Fluggeräte gingen in Flammen auf. Überlebende gab es nicht.

Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main mit. "Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf." Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an - auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten für 87 bis 167 Euro.

"Ein schrecklicher Knall"

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls." Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: "Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Nahe liegende Häuser seien nicht getroffen worden, schrieb die Zeitung "Ultima Hora".

Unter den Bewohnern der Region herrsche Bestürzung, berichtete das "Diario de Mallorca". Ein Mann berichtete von einem "schrecklichen Knall". Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Zur Unfallstelle geeilte Ärzteteams hätten aber nichts mehr für die Verunglückten tun können.

RND/msc/dpa

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