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Panorama Motocross-Fahrer rast in Zuschauermenge
Nachrichten Panorama Motocross-Fahrer rast in Zuschauermenge
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12:08 04.07.2016
Vor den Augen seiner Familie ist ein Zuschauer eines Motocross-Rennens angefahren und tödlich verletzt worden (Symbolbild). Quelle: dpa/Jan Woitas
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Wiehl

Warum der Motocross-Fahrer am Sonntag die Kontrolle über seine Maschine verlor und von der Strecke in Wiehl (Bergisches Land) abkam, war zunächst unklar. Der 28 Jahre alte Zuschauer wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. 

Gleich neben ihm standen seine Frau (35) und die beiden Kleinkinder, ein zweijähriger Junge und ein weniger als ein Jahr altes Mädchen. Sie blieben unverletzt und wurden vor einem Notfallseelsorger betreut. „Der Veranstalter spricht sein tiefstes Beileid an die Familien, Freunde und weiteren Beteiligten dieses tragischen Ereignisses aus“, erklärte der ADAC.

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Die Polizei ermittelt

Das Rennen der MX-Masters-Serie des ADAC wurde abgebrochen. Die Polizei nahm die Ermittlungen zu dem Unfallhergang auf. So müsse unter anderem geklärt werden, wie die Zuschauerbereiche abgesichert waren und wo die Verletzten gestanden haben, sagte ein Polizeisprecher.

Verletzt wurden ein weiterer Zuschauer (15), ein Streckenposten (42) und der aus Belgien stammende 25 Jahre alte Motorradfahrer selbst. Sie alle kamen ins Krankenhaus. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot an der Traditionsrennstrecke im Bergischen Land.

Wo standen die Zuschauer?

Medienberichten zufolge gibt es die Vermutung, dass sich die Zuschauergruppe womöglich in einem eigentlich abgesperrten Bereich aufgehalten hatte, um unter einem Baum Schutz vor Regen zu suchen. Die Polizei konnte das zunächst nicht bestätigen.

Es sei noch zu früh, einen möglicherweise Schuldigen zu benennen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Aktuell werde noch in alle Richtungen ermittelt. "Die Kernfrage ist, wo die Zuschauergruppe gestanden hat", sagte sie.  Die Polizei machte unter anderem Luftbilder vom Unglücksort und stellte das Motorrad sicher. Auch ein ADAC-Sprecher erklärte, man wolle nicht spekulieren.

dpa/RND