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Panorama Bergung von Schiffswrack im Rhein erst in Tagen
Nachrichten Panorama Bergung von Schiffswrack im Rhein erst in Tagen
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14:20 14.01.2011
Bis zur Bergung des gekenterten Schiffes dauert es noch Tage. Quelle: dpa
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Die Bergung des gekenterten Tankschiffs im Rhein bei St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) kann erst in einigen Tagen beginnen. Auf keinen Fall sei damit noch an diesem Wochenende zu rechnen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Bingen am Freitag. Ein Spezialunternehmen aus Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) soll laut Einsatzleitung das 110 Meter lange Schiff mit 2400 Tonnen Schwefelsäure an Bord bergen. Von den zwei vermissten Bootsleuten fehlte auch am Freitagmittag noch jede Spur. Die Chance, sie lebend zu finden, war nur noch gering. Säure trat bisher nicht aus dem Schiff aus.

Das Tankschiff war am Donnerstagmorgen aus ungeklärter Ursache nahe des Loreleyfelsens gekentert, zwei Männer wurden leicht verletzt gerettet. Geplant sei, das auf der Seite liegende Schiff zu wenden - und danach entweder zu stabilisieren und wegzuschleppen oder zunächst die Ladung am Ufer zu löschen, sagte ein Sprecher des Rhein-Lahn-Kreises. Am Donnerstagabend seien die von der Versicherung des Schiffes beauftragten Bergungsspezialisten eingetroffen.

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Zwei Schiffskräne aus Duisburg und zwei weitere aus Rotterdam in den Niederlanden seien bereits angefordert, sie würden aber erst in drei bis vier Tagen erwartet. Bereits am Freitag traf ein Schwimmkran der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ein - nach Angaben der Behörde ist er allerdings „allenfalls ein Hilfsgerät“. „Wenn alles gut geht, kann die Ladung erhalten bleiben“, sagte der Kreissprecher. Im Gespräch sei allerdings auch, die Schwefelsäure vor der Bergung abzupumpen oder kontrolliert in den Rhein abzulassen.

Nach den Worten einer BASF-Sprecherin werde die 96-prozentige Säure als schwach wassergefährdend eingestuft. Von der Chemikalie war laut Einsatzleitung zunächst nichts in den Rhein gelaufen. Experten des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems der Chemischen Industrie (TUIS) nehmen regelmäßig Messungen vor.

Zunächst war das Wrack mit Drahtseilen am Ufer gesichert. Am Freitag wurde ein Ponton nach St. Goarshausen gebracht, das mit Pfählen auf der Rheinsohle verankert wird. Daran soll das Schiff befestigt werden. Grund ist das nahende Hochwasser.

In der Nacht zum Freitag war der Rhein am nahen Pegel Kaub um 20 Zentimeter auf rund 6 Meter gestiegen. Der Mittelwert beträgt hier etwa 2,30 Meter. Prognosen des Hochwassermeldezentrums in Mainz sagen einen weiteren Anstieg um knapp einen Meter am Wochenende voraus.

Das Hochwasser macht die Suche nach den vermissten Bootsleuten immer schwieriger. Vor allem Einsätze von Tauchern werden durch die stärkere Strömung und eine schlechtere Sicht erschwert.

dpa