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Panorama Berufungsprozess um Concorde-Absturz
Nachrichten Panorama Berufungsprozess um Concorde-Absturz
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16:37 08.03.2012
Foto: Bei dem Concorde-Unglück im Jahr 2000 kamen 113 Menschen ums Leben
Bei dem Concorde-Unglück im Jahr 2000 kamen 113 Menschen ums Leben Quelle: Archivfoto: dpa
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Paris

Bei dem Absturz des Überschalljets am 25. Juli 2000 waren 113 Menschen ums Leben gekommen – darunter 97 Deutsche. Die schleswig-holsteinische Reederei Deilmann hatte den Flug nach New York gechartert. Dort sollte eine Kreuzfahrt beginnen. In dem ersten Verfahren hatte ein Gericht am 6. Dezember 2010 die Mitschuld der US-Fluggesellschaft Continental Airlines festgestellt.

Die französischen Richter bestätigten in erster Instanz die These, dass die Concord Feuer gefangen hatte, weil sie beim Start über eine Titan-Lamelle gerollt war, die von einer Continental-Maschine abgefallen war. Die Lamelle zerstörte einen Reifen und Gummiteile des Rades rissen ein Leck in einen Tank der Concorde. Die Richter verurteilten Continental Airlines zu einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro. Ein Mitarbeiter bekam 15 Monate Haft auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung.

Alle anderen Angeklagten wurden damals freigesprochen, darunter auch drei ehemalige Mitarbeiter der französischen Luftfahrtbehörde DGAC und des Concorde-Herstellers Aérospatiale. Ihnen war vorgeworfen worden, nicht vor möglichen Risiken des von Air France betriebenen Flugzeugs gewarnt zu haben.

Im dem am Donnerstagnachmittag eröffneten Berufungsprozess könnten sie nun doch verurteilt werden. Bislang sind bis zum 9. Mai mehrere Verhandlungstage angesetzt. Am ersten Prozesstag sollte es zunächst nur um Verfahrensfragen gehen.

dpa