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Panorama Bettina Wulff zurück auf der Berliner Bühne
Nachrichten Panorama Bettina Wulff zurück auf der Berliner Bühne
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22:10 18.04.2012
Von Gabi Stief
„Ein Jahr vergeht dann doch sehr schnell“: Bettina Wulff. Quelle: dpa (Archivfoto)
Berlin

Haltung ist etwas, was sich in weniger glücklichen Stunden beweist. Dass Bettina Wulff diese Fähigkeit perfekt beherrscht, konnte man vor einem Monat erleben, als sie im Bundestag die Vereidigung des neuen Bundespräsidenten verfolgte. Aufrecht und stark wirkte sie auch bei einem der wenigen öffentlichen Termine seit dem Rücktritt ihres Mannes. „Ein Jahr vergeht dann doch sehr schnell“, gab die 38-Jährige kund, die im eleganten grauen Hosenanzug erschienen war. Allerdings dachte sie dabei nicht an glückliche Tage im Schloss Bellevue, sondern an Familienhebammen im Berliner Problembezirk Neukölln.

Bellevue ist Geschichte; aber ihr Amt als Schirmherrin der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ hat Bettina Wulff behalten. Das soll auch so bleiben. Bereits als Christian Wulff noch ein erfolgreicher Ministerpräsident in Niedersachsen war, hat sie sich für die Idee der Stiftung erwärmt. Ihr Herz schlage für dieses Projekt, das Familienhebammen schult, die mit viel Engagement jungen Müttern in schwieriger Lage ein Jahr lang nach der Geburt des Kindes zur Seite stehen. Die in Hannover beheimatete Stiftung ist mittlerweile bundesweit aktiv. Am Mittwoch ist Bettina Wulff an die Spree gereist, um die Ein-Jahres-Bilanz der Berliner Filiale vorzustellen.

Dass der Einsatz von zwölf Familienhebammen in 67 Familien erfolgreich war, registrierten die anwesenden Journalisten eher beiläufig. Vizebezirksbürgermeister Falko Liecke erwähnte noch, dass er auf Ausweitung des Modells hoffe. Das Hauptinteresse galt vielmehr der Schirmherrin. Ob sie sich denn demnächst politisch engagieren wolle, wollte ein Medienvertreter wissen, was Bettina Wulff zu einem leichten Anheben der Augenbrauen verleitete. Lächelnd beschied sie den Frager, dass sie für die Stiftung gekommen sei. „Alles weitere überlasse ich anderen.“ Was sie vom Elterngeld halte? Die Braue schnellte erneut nach oben. „Wie immer äußere ich mich nicht zu solchen Dingen.“

Und die anderen Dinge? Jene, die ihren Mann das Amt kosteten? Bei der Frage nach ihrem persönlichen Anteil an dem Erfolg des Hebammenprojekts kam Bettina Wulff ein wenig ins Rudern. Ja, sie habe damals wohl vorgeschlagen, in Berlin aktiv zu werden. Stiftungsgründer Adolf Windorfer ergänzte, Frau Wulff habe damals ins Schloss Bellevue eingeladen, und dabei habe man die Mercedes-Welt und den „Bild“-Verein „Ein Herz für Kinder“ als Sponsoren gewonnen. „Ja, es geht auch um Geld“, seufzte Bettina Wulff. Aber das Thema sollte ja eigentlich tabu sein.

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