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Panorama Bewährungsstrafe für Handy am Steuer
Nachrichten Panorama Bewährungsstrafe für Handy am Steuer
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21:00 19.11.2015
Eine Autofahrerin tippte Nachrichten auf ihrem Handy und verursachte dabei einen tödlichen Unfall. Am Donnerstag wurde das Urteil gesprochen. Quelle: Monika Skolimowska/ Symbolbild
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Stuttgart

Während sie eine Nachricht auf ihrem Telefon tippt, erwischt eine Autofahrerin zwei Radfahrer mit ihrem Wagen. Statt zu helfen, flüchtet die Frau. In Stuttgart ist sie am Donnerstag deshalb wegen versuchten Mordes und Fahrerflucht zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Durch die Kurznachrichten "war die Angeklagte so abgelenkt, dass sie die Radfahrer nicht wahrnahm", sagte die Vorsitzende Richterin bei der Urteilsverkündung.

Neun Sekunden abgelenkt

Die damals 19-jährige Frau fuhr im August 2014 auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg. Zwischendurch schrieb sie Text-Nachrichten auf ihrem Handy. Währenddessen rammte sie zwei Rennradfahrer, die in derselben Richtung auf der Straße unterwegs waren.

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Durch den Zusammenstoß wurden die Männer in eine Wiese geschleudert. Einer der Radfahrer starb im Rettungshubschrauber an seinen schweren Kopfverletzungen. Das zweite Unfallopfer überlebte schwer verletzt. Nach Einschätzung des Gerichts hat die Frau rund neun Sekunden nicht auf die Straße geschaut.

"In Panik davongefahren"

Das Urteil erging unter anderem wegen versuchten Mordes, weil die Frau nach Angaben des Gerichts billigend in Kauf genommen hatte, dass durch ihre unterlassene Hilfeleistung jemand stirbt. Die Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses gesagt, sie sei in Panik davongefahren und habe nicht bemerkt, dass Menschen zu Schaden kamen.

dpa/afp

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