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Panorama Bill Cosby hinterlegt Millionenkaution
Nachrichten Panorama Bill Cosby hinterlegt Millionenkaution
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23:13 30.12.2015
Bill Cosby ist wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt worden. Quelle: EPA/JEFF KOWALSKY
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Norristown

Nach mehr als einem Dutzend Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs ist jetzt zum ersten Mal Anklage gegen Bill Cosby erhoben worden. Der US-Komiker, bekannt aus der Sitcom "Die Bill Cosby Show", muss sich in Pennsylvania wegen mutmaßlicher schwerer sexueller Nötigung verantworten. Damit drohen dem 78-Jährigen zehn Jahre Haft. Um eine sofortige Inhaftierung zu verhindern, hat Cosby einer Millionenkaution zugestimmt.

Der Schauspieler sei am Mittwochnachmittag im Gericht in einem Vorort von Philadelphia erschienen, bestätigte ein Gerichtssprecher. Dabei habe er 100.000 Dollar (92.000 Euro) in bar hinterlegt, als erste Anzahlung einer Kaution von einer Million Dollar. Zudem habe er seinen Reisepass abgegeben, damit er das Land nicht verlassen kann, berichtete CNN.

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Bisher weist Bill Cosby alle Vorwürfe zurück

Der Staatsanwalt in der Stadt Norristown, einem Vorort von Philadelphia, will einen Fall von Anfang 2004 vor den Richter bringen – unmittelbar vor der Verjährung nach zwölf Jahren. Cosby soll eine damals 31-Jährige in sein Haus eingeladen haben. Er hatte die Angestellte einer Universität als Mentor betreut. Er soll sie dann unter Drogen gesetzt und missbraucht haben.

Bislang wies Cosby alle Vorwürfe stets zurück. In dem jetzt angeklagten Fall hatte er zwar sexuelle Kontakte bestätigt, die seien aber einvernehmlich gewesen. Erst vor etwa zwei Wochen hatte er mehrere Frauen wegen Verleumdung verklagt.

Staatsanwalt spricht von neuen Beweisen

Der Ankläger sagte nun, die Beweislage sei "erdrückend". Es gehe nach den Gesetzen des Staates Pennsylvania um schwere sexuelle Nötigung. "Mr. Cosby hat das Opfer gedrängt, Pillen zu nehmen und Wein zu trinken. Danach war sie bewegungsunfähig und Mr. Cosby hat sie sexuell missbraucht", sagte der Staatsanwalt.

Die Frau hatte sich bereits nach dem Vorfall Anfang 2004 an die Polizei gewandt, damals hatte es aber keine Beweise gegeben. "Im Sommer dieses Jahres haben wir neue Beweismittel bekommen und wir sind durch eine große Menge Material gegangen. Es gibt jetzt sehr viele Fakten, die die Vorwürfe untermauern", sagte der Staatsanwalt.

dpa/wer

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