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Panorama Blockierer behindern Weiterbau von Stuttgart 21
Nachrichten Panorama Blockierer behindern Weiterbau von Stuttgart 21
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15:56 10.01.2011
Rund ein Dutzend Demonstranten wurden von der Polizei weggetragen. Quelle: dpa
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Nach der Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof versammelten sich rund 50 Aktivisten um den Fortgang durch neue Proteste zu verhindern. Etwa ein Dutzend Demonstranten wurden von der Polizei weggetragen. Auf einem Transparent stand „Baustopp selber machen - wir wi(e)der- setzen uns“. Die Aktivisten wehren sich vor allem gegen die Kosten des 4,1 Milliarden Euro teuren Bahnvorhabens und dessen Risiken. Sie fordern einen Baustopp.

Nach einer wochenlangen Pause während der Schlichtung sollte am Montag auf der Nordseite des Bahnhofes eine Baustelle eingerichtet werden. Im Auftrag der Bahn will der Energieversorger EnBW eine Starkstrom-Kabeltrasse verlegen, um Platz für das geplante unterirdische Technikgebäude für Stuttgart 21 zu schaffen. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 war nach eigenen Angaben nicht an der Blockade beteiligt. Sprecher Gangolf Stocker erwartete im Tagesverlauf zu einer Demonstration rund 5000 Teilnehmer.

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Die Südwest-Grünen kritisierten, dass die Bauarbeiten für Stuttgart 21 wieder aufgenommen werden. Das „Bahnchaos“ der vergangenen Wochen mache einmal mehr die Absurdität von Stuttgart 21 deutlich, betonte Grünen-Landeschef Chris Kühn. „Was nützt den Menschen ein Tiefbahnhof, wenn die Züge beim ersten Frost auf der Strecke hängenbleiben und im Sommer die Klimaanlagen ausfallen. Die Fahrgäste und die Wirtschaft brauchen einen funktionierenden Bahnverkehr in der Fläche und keine unnützen Leuchttürme.“

Bei Stuttgart 21 soll der Kopfbahnhof der Landeshauptstadt durch eine unterirdische Durchgangsstation ersetzt und mit der geplanten Schnellbahntrasse nach Ulm verbunden werden. Nach heftigen Auseinandersetzungen hatten Kritiker und Befürworter mehrere Wochen lang im Rahmen einer Schlichtung über das Milliarden-Bauvorhaben gestritten. Als Ergebnis des Verfahrens muss die Bahn am Projekt nachbessern.

dpa