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Panorama Feiertage 2016: Arbeitnehmer haben Pech
Nachrichten Panorama Feiertage 2016: Arbeitnehmer haben Pech
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08:21 09.11.2015
Brückentagsplanung im Kalender (Illustration/Symbolbild): Im nächsten Jahr haben Arbeitnehmer in Niedersachsen nur selten die Möglichkeit, mit einem Urlaustag vor oder nach einem Feiertag ein Wochenende zu verlängern. Quelle: Foto: Patrick Pleul/dpa
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Hannover

Die schlechte Nachricht vorweg: 2016 müssen Arbeitnehmer einen Tag mehr arbeiten – denn es ist ein Schaltjahr. Mit Montag, dem 29. Februar zählt das kommende Jahr 366 statt 365 Tage. Eine Besonderheit, um alle vier Jahre das Kalenderjahr dem Sonnenkalender anzugleichen.

Doch auch sonst ist 2016 nicht besonders arbeitnehmerfreundlich: Wie 2015 liegen zwei der bundeseinheitlich neun Feiertage, die auf einen Wochentag fallen können, an Wochenenden. Der 1. Mai und der 1. Weihnachtsfeiertag verlieren so ihren Charme als zusätzliche freie Tage. Doch mit ein bisschen Planung lässt sich wenig Urlaub rund um Feiertage zu deutlich mehr Freizeit ausbauen. Eine Übersicht für Niedersachsen:

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Neujahr

Das Neue Jahr geht gut los – der erste Tag des Jahres ist ein Freitag, also gleich ein verlängertes Wochenende.

Ostern

Das Osterfest fällt auf Ende März. Dann ruht überall vier Tage lang die Arbeit. Von Karfreitag (25. März) bis Ostermontag (28. März) können die Menschen ausspannen. Wer vorher oder anschließend noch vier Tage Urlaub nimmt, hat gleich zehn Tage am Stück frei.

Tag der Arbeit

Der Mai beginnt aus Arbeitnehmersicht mit einem Fehlstart – der Tag der Arbeit (1. Mai) fällt auf einem Sonntag.

Himmelfahrt

Wer sich den Freitag nach Christi Himmelfahrt (5. Mai) frei nimmt, hat ein Vier-Tage-Wochenende. Wer auch noch für den 2. bis 4. Mai Urlaub einreicht, kommt gleich auf sechs Tage Auszeit.

Pfingsten

Das Pfingstfest folgt am 15. Mai (Pfingstsonntag) und 16. Mai (Pfingstmontag), ein Drei-Tage-Wochenende. Wer den Rest der Woche vier Tage Urlaub einreicht (17. bis 20. Mai), erreicht eine neuntägige Arbeitspause.

Tag der deutschen Einheit

Die gesamte Republik kann im Oktober ein Drei-Tage-Wochenende genießen: Der Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) ist ein Montag. Wer sich den Freitag davor frei nimmt, kann sogar vier Tage am Stück ausspannen.

Weihnachten

Das Weihnachtsfest (25. und 26. Dezember) zeigt sich für Arbeitnehmer – genauso wie 2015 – gespalten. Der erste Weihnachtstag (25. Dezember) fällt auf einen Sonntag, der zweite Weihnachtstag (26. Dezember) auf einen Montag.

Wer Heiligabend und Silvester frei haben möchte, muss normalerweise einen Urlaubstag nehmen. Doch beide Tage fallen 2016 auf einen Samstag. Wer also durchgehend vom 24. Dezember bis 1. Januar 2017 ausspannen möchte, muss für neun freie Tage nur vier Urlaubstage einplanen.

are/wer/dpa

Hintergrund

Was können Mitarbeiter machen, wenn alle an den gleichen Tagen freihaben wollen und der Chef dem nicht zustimmt, weil er keine zu dünne Besetzung haben will? "Gar nichts", sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht. Der Arbeitgeber darf Urlaubswünsche ablehnen, wenn betriebliche Belange ihnen entgegenstehen. Daher könne der Arbeitgeber durchaus vorgeben, dass an einem Brückentag jemand im Büro zu sein hat. Die Entscheidung muss allerdings nachvollziehbar und darf nicht willkürlich sein.

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