Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Bushido muss 135.000 Euro Strafe zahlen
Nachrichten Panorama Bushido muss 135.000 Euro Strafe zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
22:07 03.02.2016
Wegen Steuerhinterziehung muss Rapper Bushido eine Geldstrafe von 135.000 Euro zahlen. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Anzeige
Berlin

Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Bushido jahrelang ermittelt und schließlich einen Strafbefehl beantragt. Gegen diesen habe der Rapper keinen Einspruch erhoben, sagte die Sprecherin des Berliner Landgerichts, Lisa Jani, am Mittwoch. Damit sei die Strafe rechtskräftig. Andernfalls wäre es zu einem öffentlichen Strafverfahren gekommen. 

Bushido ist jetzt vorbestraft

Die Geldstrafe setzt sich aus Tagessätzen zusammen, die nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen berechnet werden. Wie viele Tagessätze bei Bushido zugrunde gelegt wurden, sagte die Sprecherin nicht. Sie bestätigte aber, dass es mehr als 90 sind. Damit gilt der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt, als vorbestraft.

Anzeige

Nähere Angaben machte die Gerichtssprecherin nicht, weil man sonst auf die Höhe des Einkommens schließen könnte – dies sei aber durch das Steuergeheimnis geschützt, erklärte Jani. Das Management von Bushido wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Verdacht einer Steuerstraftat

Im November 2013 hatte die Staatsanwaltschaft das Privathaus des Rap-Musikers in Wannsee durchsucht. Es gehe um den Verdacht einer Steuerstraftat, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Martin Steltner damals. Die Fahnder durchsuchten zudem eine Steuerberatungskanzlei sowie mehrere Privat- und Geschäftsadressen von Bushidos Management.

Im November 2015 wurden außerdem Häuser von Bushido in Berlin und Kleinmachnow durchsucht. Hintergrund war ein angeblicher Einbruch in ein Geschäft für exotische Fische und Korallen in Berlin-Steglitz, das Bushido gehört, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft damals sagte. Es bestehe der Verdacht, dass der Einbruch nie stattgefunden habe.

are/dpa

03.02.2016
Panorama Tierische Freundschaft erschüttert - Tiger hat Ziege zum Fressen gern
03.02.2016
Anzeige