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Panorama DWD: Flughäfen in Deutschland bleiben geöffnet
Nachrichten Panorama DWD: Flughäfen in Deutschland bleiben geöffnet
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09:30 17.05.2010
Die Aschewolke ist nicht weg, aber eben nicht in Mitteleuropa. Quelle: dpa
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Den neuesten Daten des Deutsche Wetterdienstes zufolge bestehe „bis in die kommende Nacht 0.00 Uhr für die deutschen Flughäfen keine Gefahr“ durch die Aschewolke aus Island, sagte die Leiterin der DWD- Luftfahrtberatungszentrale, Sabine Bork, am Montag. In den nächsten Tagen werde sich das Problem außerdem wieder abschwächen, weil „wir über Island eine südwestliche Strömung bekommen. Das heißt, die Aschewolke ist nicht weg, aber eben nicht in Mitteleuropa, sondern wird irgendwo aufs Nordmeer hinausgetrieben.“

Auf dem Flughafen Berlin-Tegel sowie in Hamburg wurden Flüge nach Amsterdam, Rotterdam und London gestrichen. Zum Frankfurter Rhein-Main-Airport sind elf Langstreckenflüge umgeleitet worden, weil sie nicht auf ihren Heimatflughäfen in Amsterdam und London Heathrow landen konnten. Wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport mitteilte, mussten außerdem acht Flüge nach Dublin, Amsterdam, Birmingham, London City und Manchester annulliert werden.

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Die Aschewolke des isländischen Vulkans hatte erneut den Luftverkehr in Teilen Europas ausgebremst. Auch auf den Flughäfen Amsterdam-Schiphol und Rotterdam in den Niederlanden geht seit Montagmorgen nichts mehr. Großbritannien und Irland waren bereits seit Sonntag betroffen. Auch Belgiens Flughafen des Küstenortes Ostende wurde bis 14.00 Uhr geschlossen, teilte das zuständige Ministerium mit. Der belgische Luftraum über der Nordsee durfte ebenfalls nicht mehr beflogen werden. Die übrigen Airports des Landes meldeten zum Teil Verspätungen, in Charleroi fielen einige Flüge aus. Die nationale Behörde Belgocontrol geht davon aus, dass sich die Aschewolke über dem Land im Laufe des Tages auflösen wird.

Die Londoner Flughäfen sind nach dem Flugverbot wegen Vulkanasche aus Island wieder geöffnet. Auf den beiden größten Airports Heathrow und Gatwick kam es am Montag jedoch weiter zu großen Behinderungen. Auf Europas größtem Drehkreuz in Heathrow würden zahlreiche Flüge ausfallen, sagte ein Sprecher des Airports. Andere Flüge sollten sich verspäten. In Gatwick - Großbritanniens zweitgrößtem Flughafen - würden zwischen 7.00 und 13.00 Uhr (14.00 Uhr MESZ) gar keine Maschinen landen, sagte eine Sprecher. London Stansted und Luton waren in der Nacht nicht geschlossen worden.

Derweil konnten Flughäfen in Manchester, Liverpool und Leeds nach einer Sperre am Montag wieder öffnen. Airports in Nordirland und Teilen Schottlands blieben dagegen weiter geschlossen. Flüge nach und von Dublin in Irland wurden bis zum Mittag gestrichen.

Wind aus Nordwest hatte die Vulkanasche aus Island wieder in Richtung Irland und Großbritannien geweht. Meteorologen erwarteten jedoch einen baldigen Wechsel der Windrichtung. Die britische Wetterbehörde Met Office erklärte, die Wolke werde wohl am Dienstag Großbritannien verlassen, da Wind aus Südwest aufkomme.

Airlines, die massive Verluste verkraften müssen, kritisierten erneut das Flugverbot. Der Präsident von Virgin Atlantic, Richard Branson, nannte zum Beispiel die Schließung von Manchester „einen Witz“. Ein Sprecher von British Airways sagte, die Fluggesellschaften sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie fliegen oder nicht. Der derzeitige Ansatz sei „zu restriktiv“. Die britische Luftfahrtbehörde CAA verteidigte jedoch die Entscheidung, da die Sicherheit der Menschen oberste Priorität habe.

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