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18:26 16.11.2015
Reisende müssen sich in Paris auf ein verstärktes Sicherheitsaufgebot einstellen – inklusive Kontrollen. Quelle: dpa
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  • Stornieren:

Wer seine Reise angesichts der Terror-Anschläge nicht mehr antreten will, kann auf die Kulanz einiger Fluggesellschaften hoffen. Der Reiseveranstalter Thomas Cook (Neckermann Reisen, Öger Tours, Air Marin und Bucher Lastminute) lässt seine Kunden bis einschließlich 20. November ihre Reisen kostenlos stornieren oder umbuchen, die TUI-Gesellschaft erlaubt ihren Kunden das sogar bis Ende November. Auch Passagiere der Lufthansa können bis zum 18. November stornieren. Das Angebot gilt bei allen Reiseveranstaltern allerdings nur für Reisen nach Paris.

Generell ist die Angst vor Terroranschlägen kein ausreichender Grund, eine Reise kostenlos stornieren zu lassen. Nur bei sogenannter "höherer Gewalt" hat der Kunde das Recht, von seinem Reisevertrag zurückzutreten, ohne dass Kosten anfallen. Dazu muss die Reise entweder nicht möglich oder erheblich beeinträchtigt sein (etwa durch Naturkatastrophen und ihre Auswirkungen). Terrorismus kann aber zum legitimen Grund werden, wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgibt.

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Der Reiserechtler Paul Degott sieht diese Bedingungen aber auch ohne Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Paris gegeben. Die Stadt befinde sich nach wie vor im Ausnahmezustand. Die Lage sorgt derzeit für mehr als nur rein subjektive Angst. Das geordnete touristische Leben werde in den nächsten Tagen kaum möglich sein. Die Reise wäre damit auch objektiv beeinträchtigt.

  • Einschränkungen:

In Frankreich herrscht nun für mindestens drei Monate der Ausnahmezustand, wie Präsident Hollande am Wochenende mitteilte. Das bedeutet, dass es wieder Kontrollen an den Grenzen gibt. Deshalb müssen sich die Reisenden auf Verzögerungen und stärkere Kontrollen an den Flughäfen und Bahnhöfen einstellen. Reisenden wird empfohlen, sich möglichst früh an den Schaltern einzufinden.

Der Nahverkehr fahre in der Hauptstadt wieder planmäßig, wie das Pariser Tourismusbüro mitteilte. Zahlreiche Linien standen am Wochenende still. Allerdings müssten Touristen auch an den U-Bahnen mit verstärkten Gepäckkontrollen rechnen. Zudem sollte jedes Gepäckstück mit einem Adressanhänger versehen sein und nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Denn in vielen französischen Bahnhöfen ist es zurzeit nicht möglich, das Gepäck in einem Schließfach zu lagern. Für Touristen hat die Stadtverwaltung die Notfall-Hotline 0033 1/45 50 34 60 eingerichtet.

  • Sehenswürdigkeiten:

Viele Sehenswürdigkeiten blieben am Montag geschlossen, wie es in den kommenden Tagen weitergeht, ist noch unklar. Der Louvre öffnete etwa am Montag schon wieder die Türen, das Disneyland Paris will nach der dreitägigen Staatstrauer am MIttwoch wieder besucher empfangen. Der Eiffelturm bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

  • Informieren

Das Auswärtige Amt hat bisher keine Reisewarnung für Frankreich herausgegeben, rät jedoch dazu, sich über die Medien oder die AA-Webseite auf dem Laufenden zu halten. Zudem sollten sich Reisende in der Stadt umsichtig bewegen und den Anweisungen des Sicherheitspersonals Folge leisten.

isc/dpa

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