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Panorama Die Ex-Schwiegertochter der Queen verfilmt ihre Kinderbücher
Nachrichten Panorama Die Ex-Schwiegertochter der Queen verfilmt ihre Kinderbücher
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17:03 13.10.2009
Sarah Ferguson verfilmt ihre Kinderbücher. Quelle: ddp (Archiv)
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Es hat Wunden hinterlassen, was Sarah Ferguson, die Herzogin von York und einstige Schwiegertochter der Queen, in den schlimmsten Zeiten über sich lesen musste. Die schonungslose britische Boulevardpresse nahm Rückschläge und Peinlichkeiten aus ihrem Leben allzu gern aufs Korn und verlieh ihr in Anspielung auf ihre damaligen Gewichtsprobleme den Titel „Duchess of Pork“.

Am Donnerstag (15. Oktober) wird Fergie 50 Jahre alt. Gerade machte sie erneut Schlagzeilen mit der Pleite ihrer US-Firma und dem politischen Wirbel, den ihre heimliche Reportage aus einem türkischen Kinderheim auslöste. Stolz verkündete die Herzogin andererseits, dass sie die Rechte an ihrer Kinderbuchreihe um das kleine rothaarige Mädchen „Little Red“ an ein US-Filmstudio verkauft habe.

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Nicht nur als Kinderbuchautorin - Fergie hat sich nach der Scheidung vom britischen Prinzen Andrew auch als TV-Moderatorin und Reporterin vor allem in den USA einen Namen gemacht, sie wirkte neben Martin Scorsese als Produzentin eines Kinofilms über Königin Victoria mit, machte Werbung für das Diätunternehmen Weight Watchers und einen Porzellanhersteller, und sie engagiert sich karitativ, unter anderem mit ihrer Stiftung „Sarah Ferguson Foundation“, die sich nach eigenen Angaben für bedürftige Kinder in aller Welt einsetzt.

Ihr gestörtes Essverhalten führt sie selbst auf die traumatische Erfahrung zurück, als ihre Mutter die Familie für einen anderen Mann verließ. In ihrem Leben habe sie sich lange komplett wertlos gefühlt. „Manchmal kommt dieser Dämon hervor“, sagte sie im November der „Frankfurter Rundschau“. Dies sei der Grund, warum sie mit ihren karitativen Projekten „wirklich hart“ arbeite.

Auch in diesem Bereich blieb Kritik aber nicht aus. Als sie für eine TV-Dokumentation einer britischen Familie aus sozial schwachen Verhältnissen beibringen wollte, wie man mit 80 Pfund pro Woche gesund essen könne, wurde dies von vielen als herablassend empfunden. Die türkische Regierung drohte Ferguson sogar mit einem Gerichtsverfahren, weil sie verkleidet Filmaufnahmen in einem türkischen Kinderheim gemacht hatte, um auf die Missstände dort hinzuweisen.

Im Zusammenhang mit den Finanznöten der US-Firma, die ihre Projekte gemanagt hatte, kamen zuletzt Spekulationen auf, Ferguson habe womöglich nur einen Teil der Spenden an ihre Stiftung für wohltätige Zwecke weitergegeben. Eine Sprecherin dementierte dies und verwies auf veraltete Zahlen. Mit Blick auf ihren 50. Geburtstag verkündete Ferguson gerade: „Mein Leben fängt jetzt erst an.“

ddp