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Panorama Die Lieblinge der Redaktion, von denen sie 2011 mehr sehen möchte
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20:44 29.12.2010
Nora Tschirner. Quelle: Martin Steiner
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Der Käfer aus der Sesamstraße

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Sie ist dunkelhaarig (demnächst aber auch in blond zu sehen), großäugig, hat immer einen flotten Spruch auf Lager und bezauberte in Fernseh- und Kinofilmen: nein, nicht Lena Meyer-Landrut, sondern Nora Tschirner. Immerhin machte auch sie Karriere durch eine Castingshow, allerdings nicht als Sängerin, sondern als Moderatorin. Das war 2001, als Lena wahrscheinlich noch vor der IGS Roderbruch stand „wie ein Schwein vorm Uhrwerk“ (ein Tschirner-Spruch).

Am 3. Dezember startet der Film „Zweiohrküken“, die Fortsetzung der Erfolgskomödie „Keinohrhasen“, in den deutschen Kinos. Die Hauptrollen spielen erneut Nora Tschirner und Til Schweiger.

Die Tochter eines Dokumentarfilmers und einer Hörfunkjournalistin stammt aus Pankow (es war eben nicht alles schlecht in der DDR) und spielte schon vor ihrem Abitur im Schultheater und in der ZDF-Kinderserie „Achterbahn“. Sie war als „Sternenfänger“ im ARD-Vorabend erfolgreich und spielte in „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ mühelos Til Schweiger an die Kinowand. Sie sieht ihren Beruf als „ewiges mobiles Berufsinformationzentrum“ und lernte so Fußballspielen („FC Venus – Elf Paare müsst ihr sein“) und alles über Wein („Bon Appetit“). Zuletzt trat die 29-Jährige auch mal als Käfer in der Sesamstraße auf – in Folge 2472 sammelte sie nicht nur bei Kindern Punkte.

rw


Sanft und ruppig

Immer wieder braucht das Fernsehen neue Gesichter. Und immer wieder werden die neuen Gesichter schnell zu alten Gesichtern. Doch dieses Gesicht ist anders: Katrin Bauerfeind, als Kollegin („Assistentin“ wäre grundfalsch) von Harald Schmidt wöchentlich auf dem Bildschirm zu sehen, hat etwas, das andere nicht haben. Aber was? Landeicharme? Lockerheit? Burschikosität? Sexappeal? Hm.

Vielleicht lässt sich das Geheimnis der Moderatorin, die mit der Internet-TV-Sendung „Ehrensenf“ angefangen hat, und gelegentlich auch auf 3sat zu sehen ist, mit einem Oxymoron beschreiben: Es ist ihre sanfte Ruppigkeit.

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Boss bleibt Boss

Seine Konzerte sind legendär: Bruce Springsteen und seine E-Street-Band stehen selten weniger als drei Stunden auf der Bühne, spielen schon mal 30 Songs an einem Abend und so gut wie nie das gleiche Programm. Im vergangenen Jahrzehnt war der „Boss“ ständig auf Tournee, allein die Tour zum „Working on a Dream“-Album sahen 2009 1,7 Millionen Fans. Aber in Deutschland gab es nur zwei Konzerte, in Frankfurt und München, die Tickets waren schnell vergriffen. Also, Boss: Bitte in gewohnter Manier die Ärmel hochkrempeln und alle Gerüchte widerlegen, dies sei die letzte Tour gewesen. Immerhin ist Springsteen sechs Jahre jünger als Mick Jagger.

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Gutes Wetter!

Seit Strömungsfilme und blumige Sprachbilder unseren Wetterbericht aufhübschen sollen, erlebt das früher so gerne beschworene Azorenhoch ein Tief.

Dabei hatten die Azoren, was die Kanaren nicht haben (obschon beide im Atlantik liegen): eine wichtige Rolle als Wettermacher. Allerdings bringt ein Azorenhoch, das gerne in Keilform auftritt, nicht zwangsläufig Hochstimmung.
Aber wenn in diesen Tagen das Azorenhoch und das Islandtief mal Hand in Hand arbeiten würden, dann käme mildes Wetter aus dem Westen zu uns. Väterchen Frost wäre der Weg aus dem Norden und Osten versperrt.

rw


Mut zur Lücke

Freunde sagen „Frau Heinrich“, Kollegen sagen eher „Sabine“. Bei Sabine Heinrich ist eben alles so’n bisschen anders. Seit neun Jahren quasselt sich die 33-jährige Westfälin aus Kamen-Heeren im Kreis Unna durch ihre Radiosendung „1LIVE mit Frau Heinrich“. Dann hörte Stefan Raab sie auf dem Weg ins Kölner Studio – und prompt moderierte sie an der Seite von Matthias Opdenhövel die große Lena-Show „Unser Star für Oslo“; als fröhliche, zahnlückige Schwester im Geiste für die 20 Kandidaten. Das wäre doch toll, wenn die ARD mal aufhören würde, Typen wie Frank Plasberg Quizsendungen moderieren zu lassen und Leute mit Humor ranließe.

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Nicht nur für Kinder

Es gibt eine Leben ohne „Tagesschau“. Oder besser: eine Lebensphase. Die Welt wird einem dann von „logo!“ erklärt, der Nachrichtensendung auf KI.KA. Das hat den Nachteil, dass man nicht mehr erfährt, wie das Wetter der nächsten Tage wird und dass man seinen Kindern (am Welt-Aids-Tag) vor der Zeit erklären muss, was eigentlich ein Kondom ist. Dafür weiß man endlich einmal, wo der Atommüll herkommt und worum genau es bei der Gesundheitsreform geht. Und es gibt bei „logo!“ mit Anja Roth das schönste Grinsen des deutschen Fernsehens. Wenn bald wieder die „Tagesschau“ beginnt, wäre es schön, darauf nicht verzichten zu müssen.

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Der wahre Lehmann

Nichts gegen Christian Ulmen, doch auch in der hochgelobten Verfilmung des Sven-Regener-Romans „Herr Lehmann“ blieb er doch irgendwie nur Ulmen. Jüngst lief mit „Neue Vahr Süd“ eine weitere Regener-Verfilmung in der ARD. In der Hauptrolle: Frederick Lau – glaubhaft verschusselt, traurig, widerborstig und liebenswürdig, also sehr nah an der literarischen Figur des jungen Lehmann. Der vergurkten TV-Serie „Snobs“ liefert Lau mit stoischem Gesichtsausdruck die wenigen lustigen Momente. Der 21-jährige Berliner mit der heiseren Stimme erhielt bereits 2008 den Deutschen Filmpreis für seine Rolle in „Die Welle“ – wohl nicht seine letzte Auszeichnung.

ce

Panorama Hochzeitsglocken und Mutterfreuden - US-Schauspielerin Natalie Portman ist schwanger
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