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Panorama Dramatische Suche nach Kind endet glimpflich
Nachrichten Panorama Dramatische Suche nach Kind endet glimpflich
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14:49 16.10.2009
Der kleine Falcon Heene ist wohlbehalten zu Hause. Quelle: afp
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Der kleine Falcon Heene, der in einem selbstgebauten Heliumballon allein am Himmel über Fort Collins im US-Bundesstaat Colorado vermutet worden war, wurde nach Polizeiangaben Stunden später gesund und munter in der Garage seiner Eltern entdeckt. Zuvor hatte sein Bruder gesagt, Falcon sei in den Ballon gestiegen.

Das Bangen von Millionen von Fernsehzuschauern in den USA um das Leben eines Sechsjährigen hat in der Nacht zum Donnerstag nach vier Stunden ein glückliches Ende genommen: Der kleine Falcon Heene, der an Bord eines vom Wind fortgerissenen Heliumballons vermutet worden war, tauchte wohlbehalten in seinem Elternhaus wieder auf.

Falcon habe sich jedoch die ganze Zeit über in einem Pappkarton in der Garage seiner Eltern versteckt und sei nie in dem Ballon gewesen, sagte der Sheriff des Bezirks Larimer, Jim Alderen. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit Kindern zu tun haben, die sich aus Angst erst recht verstecken, wenn sie merken, dass sie gesucht werden.“ Die Suche nach dem Ballon und dem Jungen war live im US-Fernsehen übertragen worden und hatte die gesamte Nation in Atem gehalten.

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Die Polizei hatte den Ballon mit einem Rettungshubschrauber begleitet. Der gefährliche Flug in den Himmel, bei dem der Ballon auf bis zu 2000 Meter Höhe getrieben wurde und 40 Stundenkilometer erreichte, endete auf einem Feld nahe Fort Collins - ohne Falcon an Bord. Erst fünf Stunden nach dem Verschwinden des Jungen wurde er in seinem Elternhaus entdeckt.

„Ich war auf dem Dachboden und ich hatte Angst, weil mein Vater mich angeschrien hat“, sagte Falcon an der Seite seiner Familie vor ihrem Haus nach dem glücklichen Ende der Suche. „Nachdem ich ein bisschen gespielt habe, habe ich ein Nickerchen gemacht und dann bin ich aufgestanden, weil mir so langweilig war.“ Falcons Vater Richard entschuldigte sich bei dem Sechsjährigen und versicherte, dieser würde für sein Versteckspiel nicht bestraft.

Die Polizei hatte sich bei der Suche auf die Aussage eines Bruders des Sechsjährigen gestützt, der darauf beharrte, gesehen zu haben, wie der Kleine in den selbstgebastelten Ballon stieg. Falcons Vater gilt nach lokalen Medienberichten als Amateurwissenschaftler, der in seiner Freizeit nicht nur Heliumballons baut sondern auch Stürme und Wetterphänomene studiert.

afp