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Panorama Dreizehn Tote bei Schießerei auf größtem US-Armeestützpunkt
Nachrichten Panorama Dreizehn Tote bei Schießerei auf größtem US-Armeestützpunkt
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11:58 06.11.2009
Trauer um die Opfer nach der Schießerei. Quelle: AFP
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Bei dem Schützen handelte es sich nach Angaben eines US-Vertreters um den Major Hassan Malik, er sollte offenbar in den Irak entsandt werden. Die Schießerei in Fort Hood, dem weltweit größten US-Armeestützpunkt, hatte am Donnerstag um 13.30 Uhr Ortszeit begonnen. Das Kongressmitglied John Carter sagte dem Sender MSNBC, die Schüsse seien während einer Graduiertenfeier gefallen. Augenzeugen hätten von mehr als einem Schützen berichtet, sagte Kommandeur Bob Cone im Fernsehen. Nach Angaben der texanischen Senatorin Kay Baley Hutchison stand er kurz vor einem Einsatz im Irak.

Nach Angaben des Weißen Hauses wurde US-Präsident Barack Obama umgehend über die Schießerei unterrichtet. Im Fernsehen sprach Obama von einem „schrecklichen Gewaltausbruch“ und drückte den Angehörigen der Opfer sein Mitleid aus. Weiter sagte er, die Einzelheiten seien noch unklar. Auch die Sprecherin des Innenministeriums sprach von einer unklaren Motivlage. Noch könne nicht gesagt werden, ob es sich um einen Terroranschlag gehandelt habe.

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In Fort Hood sind das 3. Armeecorps, die 4. Infanteriedivision und die 1. Kavalleriedivision der US-Armee stationiert. Diese Einheiten wurden regelmäßig zu Einsätzen in den Irak entsandt. Auf dem Stützpunkt befindet sich auch ein Behandlungszentrum für Soldaten, die sich bei Militäreinsätzen posttraumatische Stress-Erkrankungen zugezogen haben.

Der mutmaßliche Todesschütze, der auf dem texanischen Armee-Stützpunkt Fort Hood zwölf Soldaten erschossen und 31 weitere verletzt hat, ist entgegen erster Berichte doch nicht tot. Der Militärpsychiater Nidal Malik Hasan sei von mehreren Schüssen getroffen worden und werde derzeit im Krankenhaus operiert, teilte der Kommandeur von Fort Hood, General Bob Cone, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit. Sein Zustand sei „stabil“. Laut dem General geht die Armee inzwischen davon aus, dass Hasan Einzeltäter war. Zuvor hatte es geheißen, er habe mindestens einen Komplizen gehabt.

Der Armeepsychiater im Kommadeursrang wurde nach Informationen der „Washington Post“ in den USA als Sohn einer palästinensischen Familie geboren. Sein Cousin berichtete im Fernsehen, dass er sich von seinen Armeekollegen wegen seinen nahöstlichen Aussehens gemobbt fühlte.

AFP