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Panorama Drogenkrieg in Mexiko macht keine Winterpause
Nachrichten Panorama Drogenkrieg in Mexiko macht keine Winterpause
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21:42 26.12.2011
In der Stadt Culiacán fasste das Militär indessen den Sicherheitschef des regionalen Drogenkartells. Felipe Cabrera Sarabia, alias „El Inge".
In der Stadt Culiacán fasste das Militär indessen den Sicherheitschef des regionalen Drogenkartells. Felipe Cabrera Sarabia, alias „El Inge". Quelle: dpa
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Mexiko-Stadt

Eine Militärpatrouille hat in Mexiko 13 Leichen in einem verlassenen Lastwagen gefunden. Neben den Ermordeten im nordwestlichen Bundesstaat Tamaulipas lagen Botschaften über die Rivalität zwischen verschiedenen Drogenkartellen, teilte die lokale Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Militär nahm in einer anderen Aktion auch den Sicherheitschef eines Kartellbosses in Sinaloa fest.

Der Lastwagen hatte nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Proceso" Nummernschilder des benachbarten Bundesstaates Veracruz, wo fünf Kriminelle am vergangenen Donnerstag elf Menschen erschossen hatten. Die Angreifer kamen bei einem anschließenden Schusswechsel mit Militärs ums Leben. Am Vortag hatten die Behörden die Stadtpolizei von Veracruz aufgelöst und deren rund tausend Beamte entlassen. In Tamaulipas und Veracruz ist das Drogenkartell Los Zetas aktiv. Dessen Vorherrschaft wird ihm aber von dem Kartell Jalisco Nueva Generación streitig gemacht.

In der ostmexikanischen Stadt Culiacán im Bundesstaat Sinaloa fasste das Militär indessen den Sicherheitschef des regionalen Drogenkartells. Felipe Cabrera Sarabia, alias „El Inge", gilt als Vertrauter von Joaquín „El Chapo" Guzmán, einem der wichtigsten Drogenbosse des Landes. Das Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, der Festgenommene habe die Geschäfte des Kartells in den Bundesstaaten Durango und Chihuaha geführt und sei vermutlich verantwortlich für zahlreiche Entführungen und andere Gewaltverbrechen in der Region.

In Saltillo, im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila, wurden am Wochenende fünf mutmaßliche Mitglieder der Drogenkartelle von Polizisten getötet, berichtete „Proceso". In Mexikos Drogenkrieg sind in den vergangenen fünf Jahren nach Medien-Schätzungen bis zu 50.000 Menschen ums Leben gekommen.

dpa