Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Ebola-Patient in Leipzig gelandet
Nachrichten Panorama Ebola-Patient in Leipzig gelandet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:18 09.10.2014
Foto: Mit Polizeibegleitung wurde der Ebola-Patient aus Afrika vom Flughafen ins Leipziger Krankenhaus transportiert.
Mit Polizeibegleitung wurde der Ebola-Patient aus Afrika vom Flughafen ins Leipziger Krankenhaus transportiert. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Ein Spezialflugzeug hat einen Ebola-Patienten aus Westafrika zur Behandlung nach Leipzig geflogen. Der Jet mit dem Erkrankten landete am frühen Donnerstagmorgen auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums handelt es sich bei dem Patienten um einen UN-Mitarbeiter. Nähere Informationen wurden zunächst nicht bekannt. Der Mann ist der dritte Ebola-Infizierte, der zur Behandlung nach Deutschland geflogen wurde. Die Spezialmaschine kam kurz nach 5.00 Uhr. Der umgebaute "Gulfstream"-Jet verfügt über eine Isolationskammer und transportiert Ebola-Patienten aus Westafrika.

Kurz nach der Ankunft nahmen in der morgendlichen Dunkelheit Helfer in Vollschutzanzügen und zwei Krankenwagen das Flugzeug in Empfang. Auch der aus Liberia eingeflogene Patient trug einen weißen Schutzanzug, nur sein Gesicht war nicht bedeckt. Zwei Helfer stützten den Mann und brachten ihn zum Krankenwagen. Kurz darauf wurde er mit Polizeibegleitung über die Autobahn ins Leipziger Klinikum Sankt Georg gebracht. Die Klinik wollte im Laufe des Donnerstags über Einzelheiten zur Behandlung des Patienten informieren. Das Sankt Georg ist eines von sieben Krankenhäusern in Deutschland mit einer Sonderisolierstation für hochinfektiöse Krankheiten.

Sechs Zimmer der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin können unter höchsten Quarantäne-Bedingungen betrieben werden. Derzeit liegt ein mit Ebola infizierter Arzt aus Uganda in Frankfurt/Main auf der Seuchenstation. Ein Erkrankter aus dem Senegal wurde nach fünf Wochen Behandlung gesund aus einer Hamburger Klinik entlassen. Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Die derzeitige Epidemie in Westafrika trifft nach Angaben der Weltgesundheitsorganisationen (WHO) besonders die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone. Bisher sind nach Zahlen der WHO in diesen drei Ländern mehr als 3850 Menschen an Ebola gestorben.

dpa

Mehr zum Thema

Alle Empörung half nicht: Die spanischen Behörden haben den Hund einer Ebola-infizierten Krankenschwester eingeschläfert - aus Angst vor der Ausbreitung des Virus. Tausende Spanier hatten sich zuvor gegen die Tötung von "Excalibur" eingesetzt.

09.10.2014

Der Ebola-Patient in Texas ist gestorben. Das Krankenhaus bestätigte am Mittwoch den Tod des 42-Jährigen. Der Patient hatte sich in Liberia mit Ebola infiziert, war aber erst in den USA daran erkrankt.

08.10.2014
Panorama Verdacht in Spanien bestätigt - Erste Ebola-Ansteckung innerhalb Europas

Es schien undenkbar, und doch ist es passiert: In Spanien hat sich eine Krankenschwester bei einem Patienten mit Ebola angesteckt. In Norwegen wurde die Ankunft einer infizierten Helferin erwartet. In Afrika forderte ein verwandtes Virus ein erstes Opfer.

06.10.2014