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Panorama Ein Toter bei schwerem Erdbeben mit Stärke 7,2
Nachrichten Panorama Ein Toter bei schwerem Erdbeben mit Stärke 7,2
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09:01 06.04.2010
Gebäude und die Infrastruktur wurden beschädigt. Quelle: ap
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Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 hat den Norden Mexikos erschüttert und mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Rund 100 weitere wurden verletzt, wie der Zivilschutz des mexikanischen Staates Baja California in der Nacht zum Montag mitteilte. In Mexicali, der Hauptstadt von Baja California, stürzte ein Parkhaus ein. In weiten Teilen der Stadt sei der Strom ausgefallen, sagte Zivilschutz-Direktor Alfredo Escobedo. Auch im Süden der USA wurden zahlreiche Häuser beschädigt.

Das Zentrum des Bebens lag 60 Kilometer südöstlich von Mexicali in zehn Kilometern Tiefe. Der Erdstoß der Stärke 7,2 am Sonntagnachmittag (Ortszeit) war bis in die US-Staaten Kalifornien und Arizona zu spüren. Eines von drei starken Nachbeben binnen einer Stunde erreichte die Stärke 5,1, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.

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In der Nähe von Mexicali kam ein Mann beim Einsturz seines Hauses ums Leben, wie der Zivilschutz mitteilte. Ein zweiter Mann sei nach dem Beben in Panik auf die Straße gerannt und von einem Auto überfahren worden. Dutzende weitere Menschen seien von umherfliegenden Gegenständen verletzt worden.

Die 300 Patienten im öffentlichen Krankenhaus von Mexicali mussten nach einem Stromausfall in Privatkliniken verlegt werden, die über Notgeneratoren verfügten, sagte Zivilschutz-Direktor Escobedo. Zudem wurde eine Verbindungsstraße von Mexicali nach Tijuana durch eine Serie von Erdrutschen verschüttet und musste gesperrt werden.

Schäden auch in Kalifornien

In den USA wurde die kalifornische Grenzstadt Calexico am stärksten getroffen. Im Zentrum habe es erhebliche Schäden gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Innenstadt sei deshalb abgeriegelt worden. „Ich glaube nicht, dass sie so schnell wieder freigegeben wird“, sagte Polizeisprecher Gonzalo Gerardo. „Es gibt da eine Menge Risse und Scherben, es ist gefährlich, dort hinzugehen.“ Im Zentrum der 27.000-Einwohner-Stadt Calexico stehen viele Gebäude aus den 30er und 40er Jahren, die für schwere Erdbeben nicht gerüstet sind.

In 5.000 Haushalten im Süden Kaliforniens und 3.000 Haushalten in Arizona fiel wegen des Bebens kurzzeitig der Strom aus. In Los Angeles blieben Fahrstühle stecken, in San Diego gingen Fensterscheiben zu Bruch und Wasserrohre barsten. Die Coronado-Brücke über die San Diego Bay wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen.

ap