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Panorama Eisbär Anton verschlang mehr als gedacht
Nachrichten Panorama Eisbär Anton verschlang mehr als gedacht
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10:27 12.02.2014
Foto: Eisbär Anton im Stuttgarter Zoo Wilhelma.
Eisbär Anton im Stuttgarter Zoo Wilhelma. Quelle: dpa/Archiv
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Stuttgart

Der verendete Stuttgarter Eisbär Anton hat nach neuen Erkenntnissen des Zoos bereits Anfang Januar die todbringenden Rucksack- und Jackenfetzen verschluckt. Zudem habe die Sektion ergeben, dass er auch eine Stoffpuppe verschlungen habe. "Wir wissen natürlich nicht, was gewesen wäre, wenn er die Dinge einzeln gefressen hätte. Aber vermutlich haben alle drei zusammen zur Darmentzündung geführt", sagte ein Sprecher der Wilhelma am Mittwoch. Am 11. Januar hatten Besucher im Eisbären-Gehege einen Rucksack entdeckt und Tierpfleger alarmiert, die einige Fetzen fanden.

Sie sammelten die Teile ein und setzen sie soweit wie möglich zusammen. "Es gab damals für die Wilhelma-Mitarbeiter keine Anzeichen dafür, dass Anton etwas verschluckt haben könnte", heißt es in einer Mitteilung. "Da das Eisbärmännchen sich in den folgenden Wochen nicht auffällig verhielt und normal fraß, schöpfte niemand Verdacht." Erst in der vergangenen Woche sei es dem Tier schlechter gegangen und Anton habe Teile einer Jacke und eines Rucksackes ausgespien. In der Nacht zum Montag verendete das Tier schließlich. Am Tag nach der traurigen Nachricht klingelten die Telefone in der Wilhelma laut Mitteilung fast ununterbrochen.

Zudem hätten viele Besucher per E-Mail ihre Anteilnahme und Trauer ausgedrückt. Ob die Wilhelma, die an einem europäischen Zuchtprogramm für Eisbären teilnimmt, Ersatz für Anton beschafft, ist nach Angaben des Sprechers noch unklar. Der Zoo hat derzeit somit nur noch eine Eisbärendame. Corinna zeige sich bisher unbeeindruckt vom Fehlen ihres Nachbarn und habe am Dienstag wild in ihrem Gehege getobt - mit Spielsachen, die ihr die Tierpfleger gegeben hätten, betonte der Sprecher. Der Eisbär soll präpariert und im Naturkundemuseum in Stuttgart ausgestellt werden, sagte der Sprecher und bestätigte Medienberichte.

dpa

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