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Panorama Eltern des vermissten Seglers geben Hoffnung auf
Nachrichten Panorama Eltern des vermissten Seglers geben Hoffnung auf
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17:56 19.10.2011
Noch sind die Körperteile neben einer Feuerstelle auf der Insel Nuku Hiva nicht eindeutig analysiert - doch die Familie geht davon aus, dass Stefan R. tot ist. Quelle: dpa
Haselau/Nuku Hiva

Knapp zwei Wochen nach dem mysteriösen Verschwinden des Weltumseglers Stefan R. auf der Südsee-Insel Nuku Hiva haben die Eltern die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn aufgegeben. Die Familie gehe vom Tod des 40-Jährigen aus, sagte am Mittwoch Rolf Herrmann, Bürgermeister der Gemeinde Haselau (Kreis Pinneberg), in der die Eltern leben. Ob der Segler auf der Insel einem grausamen Verbrechen zum Opfer fiel, ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Doch die Eltern schrieben am Mittwoch in einem Internet-Blog: „Die schrecklichen Umstände seines Todes berühren und schockieren uns.“

Vor fünf Jahren hatten der Unternehmensberater und seine Lebensgefährtin Heike D. sich in der Türkei den 14 Meter langen Katamaran „Baju“ gekauft. Im April 2008 starteten sie von der Türkei aus, um ihren Traum einer Weltumsegelung zu verwirklichen. „Wir leben auf unserem seetüchtigen und weitgehendst autarken Heim, um die Welt zu entdecken“, postete Stefan R. auf einem Internet-Blog den daheim gebliebenen Freunden.

Die Fahrt führte das Paar durchs Mittelmeer und über den Atlantik in die Karibik. Im Sommer dieses Jahres hatten sie nach dem Passieren des Panama-Kanals den Traum jedes Aussteigers erreicht: Die Südsee. Per „Insel-Hopping“ erkundeten die beiden Segler dort Land und Leute.

Zu ihren zahlreichen Freunden und Bekannten hielten sie per Internet Kontakt und berichteten von ihren Erlebnissen. In der Nacht zum 9. Oktober erreichte das letzte Lebenszeichen von Stefan R. seine Heimat Deutschland. Er kündigte auf seiner Facebook-Seite an: „Nach 6 Wochen Marquesas werden wir nun zu den Tuamotus-Atollen schippern.“ Zuvor wollte er jedoch noch mit einem Einheimischen zur Ziegenjagd gehen - ein Abenteuer, von dem Stefan R. nicht zurückkehrte.

Möglicherweise fand die Polizei im Inselinneren an einem Lagerfeuer die letzte Spur von Stefan R.: Fleischstücke, Knochen und Zähne. Das Material wird zur Zeit per DNA-Analyse untersucht, um Gewissheit zu bekommen, ob Stefan R. an der Feuerstelle starb. Der Fundort und die Überreste heizen Spekulationen an, dass der Segler durch Kannibalismus gestorben sein könnte. Doch Beweise dafür gibt es nach Angaben der Ermittler bislang nicht. Die örtlichen Behörden haben den Tod des 40-Jährigen bislang nicht offiziell bestätigt.

Die Lebensgefährtin des Seglers soll nach unbestätigten Informationen noch in der Südsee sein.

dpa

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