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Panorama Entführer drohten offenbar mit Sprengung der „Arctic Sea“
Nachrichten Panorama Entführer drohten offenbar mit Sprengung der „Arctic Sea“
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14:49 19.08.2009
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Die „Arctic Sea“ der finnischen Reederei Solchart war am 24. Juli entführt worden. Quelle: Lehtikuva/ Pekka Laakso/afp (Archiv)
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So hätten die acht Verdächtigen einer Lösegeldforderung Nachdruck verleihen wollen, berichtete am Mittwoch die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Die Information stammt demnach aus den Verhören der Besatzung. Die 15 Besatzungsmitglieder und die Schiffsentführer würden weiter vernommen. Ihr Aufenthaltsort wurde nicht genannt.

Die „Arctic Sea“ der finnischen Reederei Solchart war am 23. Juli angeblich mit einer Ladung Holz im Wert von 1,16 Millionen Euro nach Algerien aufgebrochen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Anatoli Serdjukow entführten die vier Esten, zwei Letten und zwei Russen das unter der Flagge Maltas fahrende Schiff am 24. Juli, einen Tag nach seinem Auslaufen aus einem finnischen Hafen. Die mysteriöse Fahrt endete am Montag vor der Küste der Kapverden, dort brachte der russische U-Boot-Zerstörer „Ladny“ den Frachter auf. Laut Reederei wurde kein Lösegeld gezahlt.

afp

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Die finnische Reederei des Frachters „Arctic Sea“ hat nach Polizeiangaben Lösegeldforderungen für das vor mehr als zwei Wochen verschwundene Schiff erhalten. Die Reederei Sol Chart habe eine „Forderung nach Lösegeld“ erhalten, sagte ein Sprecher der finnischen Nationalen Ermittlungsbehörde NBI am Sonnabend.

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