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Panorama Erschießungskommando richtet in Utah Doppelmörder hin
Nachrichten Panorama Erschießungskommando richtet in Utah Doppelmörder hin
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10:49 18.06.2010
Erschießung statt Giftspritze: Ronnie Lee Gardner durfte wählen, wie er hingerichtet werden will. Quelle: dpa
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Im US-Staat Utah ist zum ersten Mal seit 14 Jahren ein Verurteilter durch ein Erschießungskommando hingerichtet worden. Ronnie Lee Gardner wurde am frühen Freitagmorgen von einem Team aus fünf Schützen erschossen, wie die Gefängnisbehörde mitteilte. Kurz zuvor hatte nach einem Berufungsgericht in Denver und Gouverneur Gary Herbert auch der Oberste Gerichtshof seinen Einspruch abgelehnt.
Der 49 Jahre alte Gardner wurde 1985 zum Tode verurteilt, weil er bei einem Ausbruchsversuch einen Anwalt erschossen hatte. Damals wurde wegen eines weiteren Mordes gegen ihn ermittelt.

In Utah kann ein Todeskandidat wählen, ob er erschossen oder vergiftet werden will. Die Standardmethode ist seit 2004 die Giftspritze, Gardner hatte sich dagegen entschieden.

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Von den 35 US-Staaten, die die Todesstrafe erlauben, ist Utah der einzige, in dem Hinrichtungen noch per Erschießungskommando erlaubt sind. Seit der Oberste Gerichtshof der USA 1976 die Todesstrafe wieder erlaubt hat, wurden dort zwei Menschen auf diese Art exekutiert.
Beim letzten Mal, 1996, war das Medieninteresse ungeheuer groß. Viele Journalisten sprachen von einem archaischen Überbleibsel aus der Zeit des Wilden Westens, als das Leben von Kriminellen häufig in einem später glorifizierten Kugelhagel geendet habe.

ap

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