Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Erstes Zyklon-Todesopfer: Mann erstickt in seinem Haus
Nachrichten Panorama Erstes Zyklon-Todesopfer: Mann erstickt in seinem Haus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:25 04.02.2011
„Yasi“ war in der Nacht zum Donnerstag mit voller Wucht auf die Küste getroffen.
„Yasi“ war in der Nacht zum Donnerstag mit voller Wucht auf die Küste getroffen. Quelle: dpa
Anzeige

Nach dem Durchzug des Mega-Zyklons „Yasi“ in Australien gibt es ein erstes Todesopfer. Ein Mann sei in Ingham in einem Haus erstickt, berichteten örtliche Medien. Der 23-Jährige habe wohl die Abgase eines Dieselgenerators eingeatmet. In der Region an der Nordostküste begannen die Aufräumarbeiten. Umgefallene Bäume wurden zersägt, die Trümmer zerstörter Häuser beiseite geräumt.

„Yasi“ hatte vor allem an der Küste eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der kleine Ort Mission Beach in Queensland, 140 Kilometer südlich von Cairns, sowie die Gemeinden Tully and Cardwell waren am schlimmsten betroffen. Sie lagen im Auge des durchziehenden Zyklons, Bilder zeigten völlig zertrümmerte Häuser und weit ins Land gespülte Boote.

Zwei Menschen würden noch vermisst, berichtete der britische Sender BBC. Zudem sei noch unklar, wie es den Menschen in einigen schwer zugänglichen Gebieten gehe. Es könne noch „einige traurige Nachrichten“ geben in den nächsten Tagen, betonte auch die Premierministerin von Queensland, Anna Bligh. Die Telefonleitungen seien noch nicht alle wieder hergestellt, und die Rettungsteams zu einigen Orten erst unterwegs.

Mittlerweile zum Tropensturm heruntergestuft, sorgte „Yasi“ am Freitag auch bis zu 900 Kilometer von der Küste entfernt noch für Überschwemmungen. Zahlreiche Touristen saßen weiter fest. Der Zyklon habe gewaltige Mengen Regen mitgebracht, sagte Daini Danu von der australischen Meteorologiebehörde. Die heftigen Niederschläge hielten voraussichtlich noch bis zum frühen Samstag an. Die Nordost-Region ist sowieso schon von Überschwemmungen mitgenommen, die die Menschen Anfang des Jahres in Atem hielten.

„Yasi“ war in der Nacht zum Donnerstag mit voller Wucht auf die Küste getroffen. Es sei eine traumatische Erfahrung gewesen, berichtete die deutsche Rucksacktouristin Lara Ziegler dem TV-Sender ABC. Mit dem ersten Bus, den sie bekommen könne, wolle sie aus Tully abreisen. Der Busservice auf der Hauptroute blieb allerdings zunächst weiter eingestellt.

dpa

Mehr zum Thema

Der Monster-Zyklon „Yasi“ hat in der Nacht zu Donnerstag die Nordostküste Australiens erreicht und an Land eine Spur schwerer Verwüstungen hinterlassen. Zunächst gab es keine Berichte von Toten oder Schwerverletzten. „Es scheint, als seien wir mit Glück gesegnet“, sagte der Katastrophenschutz-Koordinator von Queensland, Ian Stewart.

03.02.2011

Erst das Hochwasser, dann der Sturm: Australien erlebt das nächste gefährliche Unwetter. Queensland schaut dem Zyklon „Yasi“ ins Auge.

02.02.2011

Zyklon „Yasi“ vor Australien ist größer und bedrohlicher als jeder andere tropische Wirbelsturm seit Menschengedenken. Zehntausende Menschen verbarrikadieren sich in ihren Häusern.

02.02.2011