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Panorama Ex-Schüler gesteht tödliche Attacke gegen Lehrer
Nachrichten Panorama Ex-Schüler gesteht tödliche Attacke gegen Lehrer
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23:33 18.02.2010
Zwei Polizisten des Sondereinsatzkommandos SEK gehen auf den Eingang der Berufsbildenden Schule Technik II in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz zu, an der ein 23-Jähriger am Donnerstag einen Lehrer getötet hat. Quelle: ap
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Der ehemalige Schüler einer Ludwigshafener Berufsschule hat seinen 58-jährigen Lehrer offenbar aus Wut über schlechte Noten getötet. Der 23-Jährige habe die Tat gestanden, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, am Donnerstag. Als Motiv gab der junge Mann laut Liebig an, der Lehrer habe ihm viel zu schlechte Noten gegeben.

Der Pädagoge erlitt laut Polizei mindestens eine Stichverletzung. Der Verdächtige schoss zudem mehrfach mit einer Schreckschusspistole. Trotz erster Hilfe-Maßnahmen starb der Lehrer am Fundort auf einer Kellertreppe, wie der Einsatzleiter der Polizei, Franz Leidecker, mitteilte. Das Opfer werde obduziert, sagte Liebig.

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Der 23-Jährige solle an diesem Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft gehe von „niedrigen Beweggründen“ und damit Mord aus. Der Mann habe auch mehrere andere Lehrer angegriffen, diese blieben aber unverletzt. Auffällig war, dass Polizei und Staatsanwaltschaft das Wort „Amoklauf“ vermieden.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) kündigte bei der Pressekonferenz an, dass die Schule am Freitag und Sonnabend geschlossen bleibe. Sie war nach der Tat am Donnerstagmorgen von einem Großaufgebot der Polizei rasch evakuiert und abgesperrt worden. Für die schockierten Schüler und Lehrer wurde in einer anderen nahen Schule eine Anlaufstelle mit Schulpsychologen und Notfallseelsorgen eingerichtet. Diese sollen auch in den kommenden Tagen zur Verfügung stehen.

Ein Lehrer ist in einer Berufsschule in Ludwigshafen getötet worden. Ein 23-Jähriger wurde als mutmaßlicher Täter widerstandslos festgenommen. Er soll mehrere Lehrer angegriffen haben. Weitere Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Sichtlich mit den Tränen kämpfend sagte Bildungsministerin Ahnen: „Die gesamte Landesregierung drückt ihre tiefe Trauer aus.“ Eine solche entsetzliche Tat stelle alles infrage: „Man überlegt, was hätte man noch mehr tun können.“ Noch sei es aber zu früh, um gleich über weitere Konsequenzen zu diskutieren.

Bundespräsident Horst Köhler forderte eine verstärkte „Kultur der Aufmerksamkeit“. „Das ist ein Langzeitthema, das uns beschäftigen wird“, sagte das Staatsoberhaupt bei einem Besuch in Trier angesprochen auf die Bluttat.

Auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach allen Beteiligten ihre Anteilnahme aus. „Ich bin sehr betroffen, dass wenige Tage vor dem Jahrestag von Winnenden wieder eine Bluttat an einer Schule geschehen ist“, sagte Schavan nach einer Mitteilung ihres Ministeriums am Donnerstag.

dpa