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Panorama Trauer um Wilhelm Wieben: Früherer „Tagesschau“-Sprecher ist tot
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Ex-„Tagesschau“-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot

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13:13 13.06.2019
Wilhelm Wieben ist tot. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Hannover

Trauer um Wilhelm Wieben: Der langjährige „Tagesschau“-Sprecher ist im Alter von 84 Jahren in Hamburg gestorben, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit.

NDR-Intendant Lutz Marmor sagte in einer Mitteilung: „Wilhelm Wieben hat über Jahrzehnte die Tagesschau geprägt. Stets seriös, kompetent und hoch professionell. Als Sprecher hat er Generationen begleitet. Wilhelm Wieben gehörte zu den prägenden deutschen Fernsehpersönlichkeiten, immer freundlich, zugewandt und nah bei den Zuschauerinnen und Zuschauern.“ Wieben habe darüber hinaus durch Lesungen, als Moderator und Schauspieler und nicht zuletzt durch seinen persönlichen Einsatz für hilfsbedürftige Menschen beeindruckt. „Wir werden ihn vermissen“, sagte Marmor.

Wilhelm Wieben moderierte 32 Jahre lang die Tagesschau

Wieben war insgesamt 32 Jahre lang Sprecher der „Tagesschau“. 1966 begann seine Mitarbeit laut NDR bei ARD-aktuell in Hamburg: zunächst im „Off“, ab 1972 im „On“, also im Bild sichtbar. 1974 folgte die erste Moderation der 20-Uhr-Tagesschau. 1998 verließ Wieben die Sendung auf eigenen Wunsch – seine letzte „Tagesschau“ war am 24. Juni 1998.

Von 1996 bis 2002 präsentierte Wilhelm Wieben im NDR Fernsehen die Reihe „Melodie der Meere“, auch in „Freut euch des Nordens“ wirkte er als Moderator und Sprecher mit. In der Talksendung „Beckmann“ sprach Wieben im Mai 2011 über sein Engagement für die Aktion „Augen auf!“, die gegen die Vereinsamung älterer Menschen und für das Altern in Würde eintritt.

Für Schlagzeilen um ihn sorgte Schauspielerin Inge Meysel (1910-2004), als sie 1995 in einem „Stern“-Interview öffentlich seine Homosexualität ansprach: „Eigentlich habe ich nur schwule Freunde. Ich verreise zum Beispiel gerne mit Wilhelm Wieben“, sagte Meysel. Die Reaktionen danach seien einhellig positiv gewesen, erzählte Wieben später und erklärte: „Inzwischen habe ich eigentlich kein Verständnis dafür, wenn jemand aus seiner Homosexualität ein Geheimnis macht.“

Von RND/dpa

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