Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Experten: Rettung der verschütteten Bergleute eventuell am Wochenende
Nachrichten Panorama Experten: Rettung der verschütteten Bergleute eventuell am Wochenende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 05.10.2010
Lager in der Nähe der Mine: Familienangehörige reisen an.
Lager in der Nähe der Mine: Familienangehörige reisen an. Quelle: afp
Anzeige

Die weltweit mit Spannung erwartete Rettung der verschütteten chilenischen Bergleute könnte schon diesen Sonntag glücken. Experten halten die Befreiung der 33 Kumpel Medienberichten zufolge bereits an diesem Wochenende für möglich. „Mit viel Optimismus lässt sich sagen, dass es das nächste Wochenende sein wird“, zitierte die Zeitung „El Comercio“ am Dienstag den Chef des Unternehmens Mining Parts, Eugenio Fierro. Die Arbeiter waren vor zwei Monaten verschüttet worden und harren seither in 700 Metern Tiefe aus.

Bisher war mit der Befreiung erst Ende Oktober gerechnet worden. Aus Kreisen des Rettungsteams bei der Gold- und Kupfermine San José in der Atacama-Wüste hieß es nun, dass die Generalprobe für alle Vorbereitungen der Rettung für diesen Samstag vorgesehen sei, weil die Rettung schon am Tag danach beginnen könnte.

Auch Präsident Sebastián Piñera hatte sich angesichts der guten Fortschritte bei der Bohrung von Rettungsschächten zuversichtlich geäußert, dass die Bergleute befreit werden könnten, noch bevor der Staatschef am 17. Oktober eine schon länger geplante Europareise antritt. „Wir sind der Rettung schon sehr nahe und haben alles Menschenmögliche getan“, sagte Piñera. „Für mich ist es sehr wichtig, in diesem Augenblick (der Rettung) bei den Arbeitern und ihren Angehörigen zu sein“, fügte er hinzu. Die Befreiung der Verschütteten werde „eine Nachricht sein, die in aller Welt mit großer Freude aufgenommen wird“.

Die seit dem 5. August verschütteten Bergleute bereiteten sich unterdessen weiter auf ihre Befreiung vor. Durch enge Versorgungsröhren schickten sie bereits kleine Erinnerungsgegenstände zur Oberfläche. Die Männer sollen in einer Kapsel durch einen der drei Rettungsschächte an die Oberfläche gezogen werden. Dort steht ein Behelfslazarett für eine medizinische Erstversorgung bereit.

Für das Wiedersehen mit den Familienangehörigen werden etwa 2000 Journalisten aus aller Welt bei der Mine erwartet. Um die Kumpels vor diesem Ansturm abzuschirmen, stehen Ruheräume zur Verfügung. Anschließend sollen die Kumpel in Hubschraubern in das Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Copiapó geflogen werden. Dort laufen auch schon die Vorbereitungen für ein großes Freudenfest.

dpa

Mehr zum Thema

Die seit Tagen immer wieder verschobene Bohrung eines Rettungsschachtes für die 33 in einer chilenischen Kupfer- und Goldmine eingeschlossenen Bergleute hat am Montag endlich begonnen. Das teilte ein Sprecher der chilenischen Regierung bei der Mine San José in der Atacama-Wüste mit.

31.08.2010

In drei Tagen hat ein Bohrer über die Hälfte der Strecke bis zu den verschütteten Bergleuten in Chile zurückgelegt. Doch der Leiter der Rettungsbohrungen dämpft die Hoffnungen auf eine schnellere Rettung der Kumpel - diese lassen sich derweil in Schlachtfeld-Medizin schulen.

09.09.2010

Depression 700 Meter unter der Erdoberfläche: Fünf eingeschlossene Bergleute der verschütteten Gold- und Kupfermine in Chile zeigen Anzeichen einer beginnenden Depression. Gesundheitsminister Jaime Mañalich kündigt eine "Fern-Therapie" für die Betroffenen an.

28.08.2010