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Panorama Fahndung nach mutmaßlichem Kinderschänder offenbar ein Irrtum
Nachrichten Panorama Fahndung nach mutmaßlichem Kinderschänder offenbar ein Irrtum
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18:58 09.10.2009
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Dies sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht von bild.de. Laut Lückemann wurde der geistig eingeschränkte Mann damals in einer Psychiatrie untergebracht und lebt heute in einer Einrichtung für betreutes Wohnen.

Dem Rostocker Oberstaatsanwalt zufolge durchsuchten in der Nacht zum Mittwoch Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft die Räume des 66-Jährigen, fanden aber keine neuen Beweismittel gefunden. Das vom BKA für die Öffentlichkeitsfahndung benutzte Video sei vor der Verurteilung entstanden, sagte Lückemann. "Dass es sich um eine neue Straftat handelt, können wir ausschließen." Der verurteilte Kinderschänder besitze nicht mal mehr einen Computer. Wie das Video erneut ins Netz gelangt sei, wisse er nicht. Es sei von einer Erfurter Adresse aus ins Internet gestellt worden und habe dann die Öffentlichkeitsfahndung ausgelöst.

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Zuvor hatten Bundeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Gießen die Identifizierung und Festnahme des Mannes vermeldet, ohne allerdings Details zu nennen. Auf dem 1993 entstandenen Video ist der Mann zu sehen, wie zwei Jungen im Alter von elf bis 15 Jahren an einem FKK-Strand zu sexuellen Handlungen aufgefordert und dabei gefilmt. Das BKA hatte Ausschnitte dieses Videos und Stimmproben veröffentlicht. Die Ermittler warfen dem Mann schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, die Herstellung kinderpornografischer Schriften sowie deren Besitz und Verbreitung vor.

ddp